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Ministerin Reimann: Grippe-Impfung „noch nie so wichtig“

04:59
29.09.2020
Niedersachsen ruft inmitten der Corona-Pandemie zur Impfung gegen die Grippe auf. Vor dem Hintergrund der Epidemie sollten sich so viele Menschen wie möglich gegen die Grippe impfen lassen, vor allem die Risikogruppen, mahnte die niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann.

„Die Grippeimpfung war noch nie so wichtig wie in diesem Jahr“, betonte die SPD-Politikerin. Grippe und Covid-19 haben den Angaben zufolge viele ähnliche Symptome. Daher sei Grippeschutz während der Pandemie doppelt wichtig. Zur Grippe-Impfung riefen neben dem Ministerium auch Gewerkschaften, Unternehmerverbände und Krankenkassen auf.

Ziel sei es, Patienten die Unsicherheit wegen möglicher Symptome zu nehmen und Arztpraxen zu entlasten - denn im Herbst träten Covid-19-Pandemie und Influenza parallel auf. Reimann betonte, auch für die Beschäftigten im Gesundheitssektor und in der Pflege sei eine Impfung „dringend angeraten“. Ein möglichst umfassender Grippeschutz solle helfen, die Kapazitäten des Gesundheitssystems angesichts steigender Corona-Infektionszahlen vor Überlastung zu bewahren.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen stehen landesweit insgesamt 1,414 Millionen Impfdosen zuzüglich einer Reserve von 10 Prozent bereit - im Vergleich zum Vorjahr sei dies eine Steigerung um etwa 20 Prozent. Es handelt sich um einen Vierfachimpfstoff. Risikogruppen sollten möglichst vollständig geimpft werden - etwa Menschen über 60 oder mit Vorerkrankungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen. Außerdem sollte etwa medizinisches Personal geimpft werden. Das Ministerium geht davon aus, dass die Menge an Impfstoffdosen ausreicht.

Geimpft werden könne bis Dezember, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Nach der Impfung dauere es bis zu 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut sei. Die Grippesaison beginne erfahrungsgemäß erst im Januar richtig.

Sarah Haferkamp

Kapitel

Montag, 28. September

Das war am Montag, 28. September, wichtig

19:41
28.09.2020
Bremen und Region
  • In Bremen sind am Montag 242 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 64 mehr als am Freitag. 
  • In einem Pflegeheim in Neu Wulmstorf haben sich 40 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - es wurde daher unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt habe strikte Hygienemaßnahmen angeordnet, Besucher dürften das Heim derzeit nicht betreten, teilte der Landkreis Harburg am Montag mit.

Deutschland und Welt 
  • Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter Tui ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. 
  • Der Supercup zwischen FC Bayern und Dortmund findet ohne Zuschauer statt. Auch in den Niederlanden finden die Spiele der Profiligen in Zukunft wieder ohne Fans statt. 
  • Morgen beraten Angela Merkel und die Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Vor der Videoschalte zeigt sich die Kanzlerin wegen steigender Zahlen besorgt. Diskutiert wird nun unter anderem über ein Corona-Warnsystem in Ampelform.
  • Der Bund schlägt angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus für Feiern in privaten Räumen eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer vor. In öffentlichen Räumen solle die Beschränkung bei maximal 50 Teilnehmern liegen. Offen ist, ob dies nur bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte bei den Neuinfektionen gelten soll. 

Sarah Haferkamp