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20200922190301

SPD-Politiker Lauterbach: Corona-Warn-App wird unterschätzt

19:23
22.09.2020
Die Corona-Warn-App wird nach Meinung des Mediziners und SPD-Politikers Karl Lauterbach unterschätzt. „Ich glaube, dass die goldene Zeit der App jetzt in den nächsten Monaten erst kommt“, sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag dem Radiosender RPR1 in Ludwigshafen. „Jetzt im Herbst, wenn die Fallzahlen deutlich steigen, wird die App ein Segen sein.“ Grundsätzlich habe sie fast immer gut funktioniert, es seien mehrere hundert Warnungen rausgegangen.

Die Corona-Warn-App kann seit Mitte Juni auf Smartphones installiert werden. Sie wurde mittlerweile mehr als 18 Millionen Mal heruntergeladen. Seit der Veröffentlichung im Juni waren mehrfach Fehler entdeckt und wieder behoben worden.

Max Seidenfaden

Keine neuen Coronafälle am ersten Spieltag der NFL

19:00
22.09.2020
Die NFL hat den ersten Spieltag der neuen Saison allem Anschein nach ohne neue Corona-Infektionen bei Football-Spielern überstanden. Wie die National Football League am Mittwoch bekanntgab, infizierten sich im Zeitraum 13. bis 19. September aber fünf Menschen im Umfeld der Teams mit dem Coronavirus. Die Teams trainieren zwar unter strengen Hygienevorschriften, leben aber weiterhin bei ihren Familien und nicht wie etwa die Basketballer der NBA in einer Blase.

In der Vorwoche, in die das Auftaktspiel zwischen den Kansas City Chiefs und den Houston Texans fiel, hatte es zwei Profis gegeben, die positiv auf das Virus getestet worden waren. Soweit bekannt ist, handelt es sich dabei aber nicht um Profis aus einer der beiden Mannschaften. 

Ina Schulze

Coronavirus und Ischgl: Erste Schadenersatz-Klagen gegen Österreich

17:38
22.09.2020
Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich im Skiort Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben, klagen gegen die Republik Österreich und das Land Tirol. Am Mittwoch will ein österreichischer Verbraucherschutzverein beim Landgericht Wien die ersten Muster-Klagen einreichen. Es geht um Schadenersatz und die Anerkennung von Folgeschäden. Details sollen bei einer Pressekonferenz am Vormittag (10.00 Uhr) bekanntgegeben werden.

Mehr als 6000 Tirol-Urlauber, davon viele Deutsche, hatten sich nach Angaben des Vereins bis Ende August gemeldet. Rund 1000 Menschen hatten sich demnach bis dahin dem Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen. Darunter seien auch Fälle von Deutschen, die entweder durch die Erkrankung gestorben seien oder - wie im Fall eines Mannes aus dem Rheinland - nach langem Aufenthalt auf der Intensivstation mit Folgeschäden zu kämpfen hätten.

Nach Darstellung des Vereins haben die Verantwortlichen zu spät und nicht umfassend genug auf den Ausbruch des Virus reagiert. Von dem für seine Après-Ski-Szene bekannten Ischgl aus sei das Coronavirus in 45 Staaten getragen worden.

Max Seidenfaden