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20200921140004

München kündigt wegen Corona wieder mehr Beschränkungen an

12:18
21.09.2020
München will angesichts der Corona-Lage wieder mehr Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben einführen, falls die Zahl der Neuinfektionen auf hohem Niveau bleibt. Auch eine Maskenpflicht auf bestimmten Plätzen ist vorgesehen. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Krisenstabes der Stadt, der am Montagvormittag tagte.

So dürften sich in der bayerischen Landeshauptstadt ab Donnerstag nur noch fünf Personen treffen oder zwei Haushalte, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag in München. Das gelte sowohl im privaten und öffentlichen Raum als auch in der Gastronomie. Zudem ist auf bestimmten Plätzen in der Innenstadt wie dem Marienplatz, dem Sendlinger Tor oder dem Viktualienmarkt eine generelle Maskenpflicht vorgesehen. Die Vorschriften gelten, wenn die Zahlen weiter über dem kritischen Wert bleiben, wovon Reiter ausgeht. Sie sollen am Mittwoch beschlossen werden.

Max Seidenfaden

Spahn kündigt neue Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an

11:52
21.09.2020
Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der „Rheinischen Post“ (Montag). Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche „Fieberambulanzen“ vor Ort anbieten würden. „Konzeptionell gibt es die schon - sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein.“

Um Gefahren für Risikogruppen zu minimieren, soll es Spahn zufolge spezielle Maßnahmen geben. „Wichtig ist, dass wir die besonders betroffenen Risikogruppen weiter besonders schützen und die Konzepte dafür im Alltag wieder schärfen“, sagte der CDU-Politiker. „Deshalb werden präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie zum Beispiel Pflegeheime ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter. Dort müssen wir den Eintrag des Virus verhindern. Es gilt weiter höchste Wachsamkeit.“

Max Seidenfaden

Prognose: Immobilienpreise steigen trotz Corona-Krise weiter

11:44
21.09.2020
Der Immobilienboom in Deutschland wird nach Einschätzung von Fachleuten der Corona-Krise weiter trotzen. Ein großer Teil der Treiber bleibe trotz der Pandemie intakt, heißt es in einer Prognose des Hamburger GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung. „Hierzu zählen die demografisch bedingt hohe Wohnungsnachfrage, der Mangel an Bauland und Objekten sowie das niedrige Zinsniveau gepaart mit einem Mangel an Anlagealternativen in unsicheren Zeiten“. Die teils apokalyptischen Vorhersagen im Lockdown hätten sich nicht bewahrheitet, sagte GEWOS-Experte Sebastian Wunsch.

Konkret prognostiziert GEWOS in diesem Jahr einen leicht steigenden Umsatz am gesamten Immobilienmarkt auf gut 290 Milliarden Euro (plus 0,5 Prozent). Damit würde das Rekordjahr 2019 abermals übertroffen. Verantwortlich dafür seien vor allem die Erlöse mit Wohnimmobilien, die um 5,2 Prozent auf gut 215,5 Milliarden Euro klettern dürften. Die Zahl der Käufe bei Eigenheimen, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäusern und Wohnbauland könnte hingegen leicht sinken, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Max Seidenfaden