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Umfrage: Mehrheit hält Sicherheitsmaßnahmen bei Sportveranstaltungen für sinnvoll

13:26
17.09.2020
Abstand, Kontrollen und Maskenpflicht: Der Großteil der Bundesbürger hält solche Sicherheitsmaßnahmen bei Sportveranstaltungen für sinnvoll und wichtig. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Vereinigung Sportsponsoring-Anbieter (VSA) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Am meisten Zustimmung (84 Prozent) finden demnach Sicherheitskontrollen beim Einlass.

Über 80 Prozent der Befragten halten es außerdem für wichtig, dass Menschenansammlungen vermieden werden (83 Prozent) und Abstandsregelungen gelten (82 Prozent). Auch eine sinnvolle Wegeleitung - etwa Einbahnstraßen - und eine vorherrschende Maskenpflicht stößt auf breite Zustimmung (78 bzw. 77 Prozent).

Damit Infektionen nachverfolgbar sind, werden im Rahmen von großen Sportevents die persönlichen Daten der Zuschauer erhoben. Insgesamt finden drei Viertel der befragten Sportinteressierten diese Datenerhebung wichtig. In der Gesamtbevölkerung liegt die Zustimmung etwas darunter. Besonders wichtig ist den Befragten dabei ein hoher Datenschutz.

Michael Rabba

Bundesliga: Eröffnungsspiel in München doch ohne Zuschauer

12:24
17.09.2020
Wegen der gestiegenen Infektionszahlen in München dürfen beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein. Das entschied die Stadt München am Donnerstag. Davor war noch auf 7500 Fans in der Allianz Arena gehofft worden.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach in einer Mitteilung von einem „falschen Signal“ und verwies auf aktualisierte Corona-Werte des Robert Koch-Instituts. Demnach ist die Inzidenzzahl in München über Nacht von unter 34 auf 47,6 gestiegen. „Für mich bedeutet dieser hohe, jetzt auch vom RKI bestätigte Inzidenzwert, dass wir über deutlich einschneidendere Einschränkungen im öffentlichen Leben zumindest nachdenken müssen. Und da kann ich nicht zeitgleich Tausende Fans in die Stadien lassen“, sagte der Politiker.

In dieser Woche hatte die Politik beschlossen, bundesweit in einem Probebetrieb 20 Prozent der Stadien in den zwei Bundesliga wieder zu füllen. Die Münchner blieben da aber bereits vorsichtig und planten nur mit einer Auslastung von zehn Prozent.

Nun aber bleibt die Allianz Arena am ersten Spieltag zuschauerleer, wie Bürgermeister Reiter nach Beratungen mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seiner Gesundheitsbehörde entschied. „Das ist bitter für die Fans und Vereine, ich weiß, aber die Krise ist noch nicht vorbei, das muss allen bewusst sein“, sagte er.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuvor noch die geplante Rückkehr von Fans in die Stadien gelobt. „Das ist für die Fußballkultur etwas sehr wichtiges, dass das zurückkehrt“, sagte Rummenigge am Donnerstag bei „Bild live“.

Michael Rabba

46 neue Corona-Infektionen in Hamburg

11:50
17.09.2020
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Donnerstag um 46 Fälle gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7009 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Etwa 6000 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Der Corona-Ausbruch in der Bar „Katze“ im Schanzenviertel, bei den in den vergangenen Tage bereits sechs Infektionen nachgewiesen worden seien, spiegele sich noch nicht in den Zahlen wider, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur. Einen Überblick, wie viele der rund 600 infrage kommenden Gäste sich in der Bar tatsächlich infiziert haben, werde es wahrscheinlich erst in der kommenden Woche geben.

Mit 17,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Mittwoch hatte der Wert 18,8 betragen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden am Donnerstag 29 Covid-19-Patienten behandelt, davon 8 auf Intensivstationen. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf unverändert 238. Das RKI nannte für Hamburg 268 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Michael Rabba