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Gewerkschaften wollen gerechtere Verteilung der Corona-Lasten

10:27
16.09.2020
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hamburg hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Corona-Lasten gefordert. „Je ärmer, desto verheerender sind die Folgen von Corona für jeden Einzelnen. Wir brauchen ein Umdenken, um eine noch größere soziale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern“, sagte Hamburgs DGB-Chefin Katja Karger am Mittwoch. Dazu gehöre, Vermögende stärker an den Folgekosten zu beteiligen, den Sozialstaat auszubauen und die Qualifizierung von Beschäftigten voranzutreiben.

Bei dem Treffen von Vertretern aller acht DGB-Gewerkschaften in Hamburg mit ihren rund 165 000 Mitgliedern warnte der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Region Hamburg, Emanuel Glass, Unternehmen davor, unter dem Deckmantel der Pandemie Personal abzubauen. „Wir fordern in diesen Fällen Verhandlungen über Perspektiven und Beschäftigungssicherung ein.“ Dabei sei die Gewerkschaft auch bereit, über Arbeitszeitreduzierung mit einem Teilentgeltausgleich zu reden. Airbus hatte zuletzt angekündigt, im Norden mehr als 3000 Stellen zu streichen.

Die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Sieglinde Frieß sagte, es gelte erreichte Absicherungen - auch für Soloselbstständige - nun zu verstetigen und Perspektiven zu entwickeln. „Wir (...) erwarten politische Beteiligung und Tarifverträge auf Augenhöhe.“ Ein wichtiger Gradmesser seien dabei für Verdi die Ergebnisse im Öffentlichen Dienst, beim Nahverkehr und im Sozial- und Erziehungsdienst. Der stellvertretende Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Fredri

Patrick Reichelt

Foto: dpa/Boris Roessler Christian Seifert
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16.09.2020

Außenhandel der Eurozone erholt sich von Corona-Einbruch

09:41
16.09.2020
Der Außenhandel der Eurozone hat sich im Juli weiter von seinem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die Ausfuhren erhöhten sich zum Vormonat bereinigt um 6,5 Prozent, während die Einfuhren um 4,2 Prozent stiegen. Das sei jeweils die dritte Verbesserung in Folge, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Als Folge stieg der Handelsüberschuss von 16,0 Milliarden auf 20,3 Milliarden Euro. Er nähert sich damit wieder seinem Vorkrisenniveau an.

Der Jahresvergleich zeigt jedoch, dass die Corona-Pandemie den Außenhandel immer noch stark belastet. Gegenüber Juli 2019 lagen die Ausfuhren 10,4 Prozent tiefer, die Einfuhren waren 14,3 Prozent schwächer. In der Europäischen Union fielen die Resultate ähnlich aus.

Patrick Reichelt