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1407 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

05:47
15.09.2020
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montagabend bei 1,18 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Prostitution im Norden wieder zulässig

04:27
15.09.2020
Prostitution ist in Hamburg und Schleswig-Holstein ab Dienstag unter strengen Auflagen wieder zulässig - allerdings nur in angemeldeten Prostitutionsstätten. „Weiterhin verboten ist die Ausübung der Prostitution in jeglicher Art von Fahrzeugen und im Rahmen von Prostitutionsveranstaltungen“, teilte die auch für Gesundheit zuständige Hamburger Sozialbehörde mit. Nach monatelangem Corona-Lockdown hatten sich beide Länder in der vergangenen Woche auf ein abgestimmtes Vorgehen bei der Wiederzulassung der Prostitution verständigt.

Um das Infektionsrisiko gering zu halten, muss laut Sozialbehörde ein Hygienekonzept vorliegen. Weitere Auflagen sind das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, vorherige Terminvereinbarungen, Aufnahme von Kundenkontaktdaten, ausreichende Belüftung und ein Alkoholverbot. „Außerdem ist das Gewerbe nur im Verhältnis 1 zu 1 zu betreiben“, hieß es aus dem Kieler Innenministerium.

In der Hamburger Herbertstraße wollen die in der Gruppe Sexy Aufstand Reeperbahn organisierten Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber die Wiederzulassung der Prostitution am Dienstag (11.00 Uhr) feiern. Unter anderem ist die Enthüllung eines Gemäldes durch den Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Falko Droßmann (SPD), geplant.

Für diesen Geschäftsbereich hat der Bremer Senat am vergangenen Dienstag zunächst noch keine Lockerung beschlossen.  Doch, dass in Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein Prostitution vom heutigen Dienstag an unter strengen Auflagen wieder erlaubt sei, teilte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am vergangenen Dienstag mit. Das Vorgehen sei mit den anderen drei Bundesländern abgesprochen.