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Umfrage: Schulen schlecht vorbereitet auf mögliche neue Schließungen

14:19
14.09.2020
Die Schulen in Deutschland sind einer Umfrage zufolge nur schlecht auf mögliche neue Schließungen wegen der Corona-Pandemie vorbereitet. Wie eine repräsentative Befragung durch den Digitalbranchenverband Bitkom zeigt, geben die Bürger den Schulen im Durchschnitt gerade mal die Schulnote 4,3 bei der Frage, wie sie die Vorbereitungen auf einen „möglichen neuen Lockdown“ mit Blick auf die Aufrechterhaltung des Unterrichts beurteilen. Von Eltern schulpflichtiger Kinder gibt es nur ein „mangelhaft“ (4,6). Der Stand der Digitalisierung (Geräte, Internetanbindung oder digitale Unterrichtsinhalte) an den Schulen wird lediglich mit „ausreichend“ bewertet (4,2 Eltern, 4,2 alle Befragten).

Digitalisierungsgegner gibt es der Umfrage zufolge so gut wie keine: Nur drei Prozent aller Befragten sagen, digitale Technologien wie Computer oder Tablets sollten in Schulen nichts zu suchen haben. Eine große Mehrheit ist dafür, dass Computer, Smartboards oder Tablets in allen Schulen Standard sein sollten (88 Prozent, Eltern 93 Prozent). Die allermeisten finden es wichtig, dass Schulen technisch besser ausgestattet und an schnelles Internet angeschlossen werden, dass alle Schüler mit Laptops oder Tablets ausgestattet werden und Lehrer regelmäßig in digitalen Kompetenzen weitergebildet werden.

Grenzüberschreitende Corona-Apps: Erster Testlauf in der EU

14:00
14.09.2020
Auf dem Weg zu grenüberschreitenden Corona-Apps in der EU hat ein erster Testlauf begonnen. Mit den Anwendungen aus Deutschland und fünf weiteren Ländern werde seit Montag die technische Infrastruktur geprüft, teilte die EU-Kommission mit.

„Grenzüberschreitend funktionierende Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps können ein wirkungsvolles Instrument in unserem Kampf gegen die Covid-19-Ausbreitung sein“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Nun, da die Corona-Zahlen wieder stiegen, könnten die Apps andere Maßnahmen wie mehr Tests sowie Kontaktverfolgung durch Behörden ergänzen. „Reisen und persönlicher Austausch sind Kernanliegen des europäischen Projekts und des Binnenmarkts“, sagte Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton.

Die EU-Kommission hatte bereits im Juni angekündigt, einen Server einzurichten, der die nationalen Apps miteinander verbindet und ihre Daten verarbeitet. So sollen Nutzer nur eine App installieren müssen und bei Reisen ins Ausland dennoch einen positiven Test melden oder eine Warnmeldung empfangen können. Der Test wird neben der deutschen App auch mit den Anwendungen aus Tschechien, Dänemark, Irland, Italien und Lettland durchgeführt.

Später sollen dann alle Apps Daten untereinander austauschen können, die auf eine dezentrale Speicherung setzen. Neben Deutschland sind das derzeit zwölf andere, weitere werden entwickelt oder sind in Planung. Die französische Anwendung ist nicht darunter, weil sie die gesammelten Daten zentral auf einem Server speichert und nicht dezentral auf den Handys.

WHO Europa würdigt Gesundheitspersonal und weitere Corona-Helden

13:49
14.09.2020
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Arbeit von Krankenschwestern, Ärzten und weiteren Mitarbeitern des Gesundheitssektors im Corona-Kampf gewürdigt. „Wie in jeder Katastrophe haben wir Opfer und Helden“, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Montag zum Auftakt der diesjährigen Hauptversammlung der in Kopenhagen ansässigen WHO Europa. Während er den Betroffenen sowie hart getroffenen Gemeinden und Ländern seine Anteilnahme ausspreche, wolle er auch die Leistungen vieler Kämpfer an vorderster Front unterstreichen, sagte Kluge.

„Die Helden sind ohne Zweifel die Gesundheits- und Sozialarbeiter, die ihr eigenes Leben geopfert haben, um die Gesellschaft zu schützen“, sagte Kluge. Auch andere wie etwa Lehrer verdienten seinen tiefsten Respekt dafür, die Gesellschaft trotz der Pandemie am Laufen gehalten zu haben.

Bei der 70. Jahresversammlung der WHO Europa wollten Gesundheitsminister und andere hochrangige Vertreter der 53 Mitgliedstaaten der Region unter anderem über die Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie sprechen. Am Montagnachmittag sollte auch über einen neuen Fünf-Jahres-Arbeitsplan diskutiert und abgestimmt werden. Wegen der Corona-Pandemie findet die zweitägige Versammlung in diesem Jahr digital und mit reduziertem Programm statt.

Patricia Friedek