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Am Wochenende 62 registrierte Corona-Neuinfektionen in Hamburg

15:15
13.09.2020
Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Hamburg ist an diesem Wochenende um 62 auf 6824 gestiegen. Am Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 51, am Sonntag bei elf. Allein am Freitag waren es 65 neue Fälle. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde vom Sonntag können 5900 Infizierte als genesen angesehen werden.

Mit 18,2 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Samstag betrug der Wert 18,4, am Freitag bei 17,5.

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Freitag 22 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am Vortag. Sieben von ihnen liegen auf Intensivstationen und damit einer weniger.

Patrick Reichelt

Bayerns Innenminister fordert Konsequenzen für Superspreaderin

14:46
13.09.2020
Nach einem heftigen Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin. „Sollte sich bestätigen, dass die Frau bewusst trotz eindeutiger Corona-Symptome die Quarantäne ignoriert hat, muss sie mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen“, sagte Herrmann dem „Münchner Merkur“ (Montag). „Gegen so eine Rücksichtslosigkeit sollte ein klares Signal und ein mahnendes Beispiel gesetzt werden, dass jeder mit empfindlichen Sanktionen rechnen muss, der in dieser besonderen Situation der Pandemie gegen die Regeln verstößt und andere vorsätzlich in Gefahr bringt.“

Das Landratsamt geht davon aus, dass der Ausbruch auf eine sogenannte Superspreaderin zurückzuführen ist. Die 26-Jährige soll durch verschiedene Kneipen in der Marktgemeinde am Fuße der Zugspitze gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben der Behörde hat sie auf der Kneipentour schon Symptome gehabt und auf die Ergebnisse ihres Corona-Tests gewartet. In Bayern kann bei Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen ein Bußgeld von 2000 Euro verhängt werden.

Patrick Reichelt

Kieler Woche unter Corona-Bedingungen - Stadt spricht von Erfolg

13:48
13.09.2020
Eine ganz andere Kieler Woche als üblich ist am Sonntag zu Ende gegangen - in Corona-Zeiten ohne Massenpublikum, ohne große Konzerte und ohne Abschlussfeuerwerk. Angesichts der Pandemie stand die 126. Auflage ganz im Zeichen der Segelwettbewerbe vor Schilksee. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) wertete diese Kieler Woche am Sonntag als Erfolg. „Wir haben es geschafft zu zeigen, dass man in Corona-Zeiten eine solche Veranstaltung machen kann – mit Mut, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein“, sagte er. Die Corona-Pandemie hatte die Veranstalter veranlasst, das Ereignis von Ende Juni in den September zu verlegen.

Insgesamt wurden 38.000 Tickets für Veranstaltungen gebucht, 44.000 standen zur Verfügung. Online hatten die Livestreams auf diversen Kanälen 195.000 Zuschauer. Das Hygienekonzept hat nach Einschätzung der Stadt funktioniert. Im vorigen Jahr waren unter normalen Bedingungen über 3,5 Millionen Besucher aus gut 70 Ländern gekommen.

Die mit Abstand größte Veranstaltung gab es am Samstag mit der traditionellen Windjammerparade. Die Stadt schätzte die Zahl der Zuschauer entlang der Förde auf 30 000. Die Bark „Alexander von Humboldt II“ mit ihren markanten grünen Segeln fuhr bei Sonnenschein und frischer Brise voran. Weiter draußen vor Laboe wehte der Wind kräftig bei Stärke 6, wie Paradedirektor Martin Finnberg der Deutschen Presse-Agentur sagte.

120 Schiffe und Boote waren für die Windjammerparade angemeldet. Hinzu kamen laut Polizei 280 Begleitboote. Zu Nicht-Corona-Zeiten verfolgen an den Ufern 100.000 Zuschauer das maritime Spektakel.

Der Leiter des Kieler-Woche-Büros, Philipp Dornberger, sagte: „Vieles hat von Beginn an gut funktioniert.“ Vor allem organisatorisch habe es große Herausforderungen gegeben. „Manches haben wir im laufenden Betrieb angepasst.“ Gerade am zweiten Wochenende seien die Menschen zunehmend in „Kieler-Woche-Stimmung“ gekommen.

Erstmals parallel zur Kieler Woche fand die Digitale Woche Kiel statt, nach Angaben der Stadt das bundesweit größte öffentlich initiierte Digitalfestival. In 280 Veranstaltungen hätten fast 38.000 Interessierte online oder live teilgenommen. Die Kieler Woche 2021 soll nach jetzigem Stand vom 19. bis 27. Juni ausgetragen werden.

Stefanie Heitmann