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20200909082256

Bahn sieht kein erhöhtes Infektionsrisiko in Zügen

08:22
09.09.2020
Die Deutsche Bahn hat bekräftigt, dass es aus ihrer Sicht bislang kein erhöhtes Corona-Infektionsrisiko in Zügen gibt. Bei Zugbegleitern im Fernverkehr seien etwas seltener entsprechende Antikörper nachgewiesen worden als bei Beschäftigten ohne Kundenkontakt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. „Wir müssen weiter achtsam sein, aber es gibt keinen Grund zur Sorge vor Bahnreisen“, folgerte Vorstandsmitglied Berthold Huber daraus.

Die Studie dazu ist aber nicht abgeschlossen. Bislang liegen Tests an 1072 Mitarbeitern von Ende Juni und Anfang Juli vor. Zu der Zeit hatten die Fernzüge nach Bahn-Angaben eine Auslastung von 30 Prozent, halb so viel wie vor der Corona-Krise. Weitere Tests an Mitarbeitern sind im Oktober und Februar geplant - in der Erkältungs- und Grippesaison.

Max Seidenfaden

Studie: Corona-Krise kostet Autobranche weltweit Milliarden

07:30
09.09.2020
Die Corona-Krise hat die Autobranche weltweit Milliarden gekostet und tief in die roten Zahlen gedrückt. Einer Analyse des Beratungsunternehmens EY zufolge summierten sich die operativen Verluste der 17 größten Autokonzerne im zweiten Quartal auf fast elf Milliarden Euro - nach knapp 22 Milliarden Euro Gewinn im zweiten Quartal des Vorjahres. Nur sechs Hersteller mussten keine roten Zahlen verbuchen, einzig Tesla schnitt im Zeitraum April bis Juni sogar besser ab als im Vorjahr und sprang laut EY auch gleich an die Spitze der Rangliste der profitabelsten Autokonzerne.

Vor sinkenden Umsätzen konnte sich der Analyse zufolge keiner der Hersteller im zweiten Quartal retten. Zusammen büßten sie fast 177 Milliarden Euro ein, das ist ein Rückgang um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch hier ist die Bandbreite allerdings groß und reicht von 5 Prozent Umsatzminus bei Tesla bis zu minus 57 Prozent bei Mitsubishi. Die drei deutschen Hersteller Volkswagen (-37 Prozent), Daimler (-29) und BMW (-22) lagen im Mittelfeld.

Max Seidenfaden

Corona-Zahlen in Israel steigen weiter - Neuer Rekordwert

06:42
09.09.2020
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt immer weiter. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden am Vortag 3496 neue Fälle registriert. Den zweiten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Montag hatte es 3425 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Dienstag waren es 43 199.

Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei 138 719 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1040 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Das Land hat rund neun Millionen Einwohner.

Max Seidenfaden

Ärztepräsident: 5000 neue Stellen werden auch nach Corona gebraucht

06:02
09.09.2020
Die angestrebten 5000 neuen Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst werden nach Ansicht von Ärztepräsident Klaus Reinhardt auch nach Ende der Corona-Pandemie gebraucht. „Ich glaube [...], dass es eine nachhaltige Infrastrukturverbesserung ist, und nicht nur so ein Einmaleffekt, der nur jetzt für diesen Zeitraum der gültigen Pandemie wirksam sein wird“, sagte Reinhardt am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

Die Besetzung der Stellen könne jedoch nur gelingen, wenn es eine attraktive Bezahlung gebe, mahnte Reinhardt. Ärzte erhielten in Gesundheitsämtern etwa ein Drittel weniger als in kommunalen Kliniken. „Und ich glaube, das kann schonmal nicht so bleiben, wenn man diese Stellen besetzen möchte.“

Bund und Länder haben den 375 Gesundheitsämtern bereits Milliardenhilfen zugesagt. Sie spielen in der Corona-Krise eine wichtige Rolle, etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne. Unter anderem sollen bis Ende 2022 mindestens 5000 unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst neu entstehen - davon mindestens 1500 bis Ende kommenden Jahres.

Max Seidenfaden