Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat eine baldige Wiederzulassung der Prostitution in Bordellen und die Wiederöffnung des Fischmarkts in Aussicht gestellt. Es werde auch daran gearbeitet, dass Weihnachtsmärkte und der Winterdom stattfinden können, sagte sie am Dienstag nach einer Senatssitzung. Coronabedingt könnten solche Märkte und Veranstaltungen in diesem Jahr aber nicht so stattfinden, wie es die Bürger gewohnt seien. Unterdessen stieg die Zahl der Neuinfektionen in der Hansestadt seit Montag um 51.
Hinsichtlich der Bordelle sei die Ministerin „guter Dinge, dass wir in diesem Monat etwas mitteilen können. Und ich bin auch guter Dinge, dass es eine Öffnung sein wird, die wir dann mitteilen.“ Da es sich bei der Prostitution aber um „eine sehr, sehr, sehr körpernahe Dienstleistung“ handele, werde diese möglicherweise zunächst nur in genehmigten Prostitutionsstätten zugelassen, sagte Leonhard. „Dafür spricht vieles, weil wir kennen die Akteure“. Wichtig sei auch, dies in einem Zug mit den Nachbarbundesländern zu machen, „damit es keine Verdrängungseffekte gibt“.
Patrick Reichelt