Die deutschen Piloten der Ryanair-Gruppe warten bislang vergeblich auf Kurzarbeitergeld aus den Kassen der Bundesagentur für Arbeit. Die Ryanair-Tochter Malta Air und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) forderten am Mittwoch die Arbeitsagentur sowie die Bundesregierung auf, die Mitarbeiter genauso zu behandeln wie die Kollegen von anderen Fluggesellschaften.
Laut VC-Tarifexperte Marcel Gröls sind die in Deutschland stationierten Malta Air-Piloten heimische Arbeitnehmer. Tatsächlich war der Flugbetrieb im vergangenen Jahr von der irischen Ryanair auf die maltesische Gesellschaft gewechselt worden, um den Beschäftigten den Zugang zu den deutschen Sozialkassen zu ermöglichen. „Sie zahlen Steuern und Abgaben an das deutsche Sozialversicherungssystem. Natürlich erwarten sie Unterstützung in Form von Kurzarbeitergeld“, erklärte Gröls.
Max Seidenfaden