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Immobilienpreise steigen trotz Corona-Krise weiter

06:49
26.08.2020
Wohnungen und Häuser in Deutschland haben sich trotz der Corona-Krise weiter verteuert. Im zweiten Quartal stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Schnitt um 1,4 Prozent gemessen am ersten Jahresviertel, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Zum Vorjahreszeitraum stand ein Plus von 5,6 Prozent. Damit bewegten sich die Zuwächse im Bereich der vorhergehenden Quartale, erklärten die Wiesbadener Statistiker. Jedoch handle es sich um eine Schnellschätzung, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sei.

Gemäß der Analyse haben die immensen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dem Immobilienboom bislang kaum etwas anhaben könne. Im ersten Quartal hatten die Wiesbadener Statistiker noch ein Anziehen der Immobilienpreise von 6,8 Prozent binnen Jahresfrist und von 0,3 Prozent zum Schlussquartal 2019 festgestellt. Vor allem in Großstädten, aber auch auf dem Land gab es kräftige Aufschläge.

Die Corona-Pandemie wirkt sich in Deutschland seit dem Frühjahr aus und schlug im Sommerquartal voll auf die Wirtschaft durch. Manche Ökonomen hatten daher mit einem kräftigen Dämpfer am Wohnungsmarkt gerechnet und sinkende Immobilienpreisen erwartet. Die Zahl der Wohnungsanzeigen war im Lockdown um bis zu 40 Prozent eingebrochen.

Kurzarbeit, sinkende Einkommen und steigende Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise belasten die finanzielle Lage vieler Menschen, was den Spielraum für Immobilienkäufe begrenzt. Auf der anderen Seite suchen viele Investoren angesichts heftig schwankender Börsen Sicherheit in Immobilien, und die Niedrigzinsen machen Kredite weiter günstig.

Jan-Felix Jasch

Günther: Schleswig-Holstein bei Familienfeiern als Vorbild nehmen

05:42
26.08.2020
Die Corona-Beschränkungen für Familienfeiern in Schleswig-Holstein könnten nach Ansicht von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Grundlage für eine bundeseinheitliche Regelung sein. „Wir haben hier ein strenges Regelwerk bei uns in Schleswig-Holstein und von daher können wir vielleicht ja auch als Vorbild dienen“, sagte Günther mit Blick auf die Schalte der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag. Dabei soll über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten werden. Strittig ist, ob es wieder mehr bundesweite Vorgaben geben soll.

In Schleswig-Holstein sind bei privaten Festen und Feiern im Freien bis zu 150 Teilnehmer erlaubt und in geschlossenen Räumen bis zu 50 Teilnehmer. Dabei muss in jedem Fall der Mindestabstand gewahrt werden. Die Kontaktdaten müssen erfasst und für vier Wochen aufbewahrt werden. Diese Regelung gilt in Schleswig-Holstein zum Beispiel für Hochzeiten oder Beerdigungen.

Jan-Felix Jasch