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Merkel: Gemeinsame Schuldenaufnahme in EU klar begrenzt

19:06
24.08.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die im Zuge der Corona-Krise vereinbarte gemeinsame Schuldenaufnahme in Europa als eine begrenzte Maßnahme an. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, es handle sich um eine außergewöhnliche Antwort auf eine ganz außergewöhnliche Notsituation, in der sich Europa befinde. Die Befugnisse der EU-Kommission, im Namen der EU Mittel am Kapitalmarkt aufnehmen zu können, seien zeitlich und hinsichtlich Höhe und Umfang „klar begrenzt“. Sie seien ausgerichtet auf die Bewältigung der aktuellen Krise.

Dagegen ist aus Sicht von Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die gemeinsame Schuldenaufnahme in Europa keine krisenbedingte Eintagsfliege. „Der Wiederaufbaufonds ist ein echter Fortschritt für Deutschland und Europa, der sich nicht mehr zurückdrehen lässt“, sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Die EU nehme erstmals gemeinsame Schulden auf, setze diese gezielt gegen die Krise ein und verpflichte sich, bald mit der Rückzahlung zu beginnen: „All das sind tiefgreifende Veränderungen, vielleicht die größten Veränderungen seit Einführung des Euro.“ In der CDU waren die Äußerungen bereits auf heftigen Widerspruch gestoßen.

Max Seidenfaden

Brinkhaus: Mit Kurzarbeitergeld weitermachen - unter Bedingungen

19:06
24.08.2020
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat unmittelbar vor dem Koalitionsausschuss an diesem Dienstag die Bereitschaft unterstrichen, die Regeln zum Kurzarbeitergeld zu verlängern. „Wir wollen mit der Kurzarbeit weitermachen. Aber wir werden jetzt schauen müssen, unter welchen Bedingungen wir das machen“, sagte Brinkhaus am Montag in den Sozialen Netzwerken.

Die während der Corona-Pandemie eingeführten Kurzarbeiterregelungen seien sehr hilfreich gewesen, sagte Brinkhaus. Unternehmen seien stabilisiert und weniger Menschen seien arbeitslos geworden. „Aber auf der anderen Seite ist das natürlich auch sehr, sehr teuer. Und deswegen werden wir jetzt entscheiden müssen, wie wir mit der Kurzarbeit weitermachen.“

Max Seidenfaden

Corona-Verdacht: Ex-Sprint-Superstar Bolt in Quarantäne

18:36
24.08.2020
Beim achtmaligen Olympiasieger Usain Bolt besteht nach eigenen Angaben ein Corona-Verdacht. Der Weltrekordler über 100 und 200 Meter sagte in einem auf Twitter und Instagram geposteten Video, dass er sich am Samstag einem Test unterzogen habe und vorsichtshalber in Quarantäne gegangen sei. „Ich versuche, verantwortungsvoll zu sein. Also werde ich zu Hause bleiben und für meine Freunde da sein“, meinte er am Montag. Er spüre keine Symptome und warte nun auf das Ergebnis, um zu sehen, wie es dann weitergeht, sagte der frühere Ausnahme-Leichtathlet.

Noch am Freitag hatte er seinen 34. Geburtstag gefeiert. „Ich habe mit allen Freunden gesprochen und ihnen gesagt, dass, wenn sie mit mir in Kontakt gekommen sind, sie - nur um sicherzugehen - selbst in Quarantäne gehen sollten - und zwar in aller Ruhe“, teilte Bolt mit.

Laut der Johns Hopkins Universität gab es bislang in Jamaika etwas mehr als 1500 bestätigte Corona-Fälle, insgesamt starben 16 Personen an der Covid-19-Lungenkrankheit.

Max Seidenfaden