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20200817190426

Corona-Pandemie: Litauen ändert Einreisebestimmungen

19:04
17.08.2020
 Litauen hat angesichts europaweit steigender Corona-Zahlen die Einreisebestimmungen geändert. Einreisende aus Staaten der EU und der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft dürften ohne Einschränkungen in den Baltenstaat kommen. Wer aber aus Ländern mit einer Infektionsrate von mehr als 25 Fällen pro 100 000 Einwohner einreist, muss bei Ankunft einen gültigen negativen Corona-Test vorweisen. Dies beschloss die Regierung in Vilnius am Montag.

Weiterhin gilt eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Ländern mit einer Rate von mehr als 16 Fällen pro 100 000 Einwohner - sie müssen sich nach der Einreise in Litauen unverändert für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben.

Litauen verzeichnete bislang 2 436 bestätigte Infektionen und 81 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. 

Max Seidenfaden

Pflegekammer kritisiert Abgabe von Corona-Masken an andere Länder

18:40
17.08.2020
Nach der Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums, überschüssige Masken an andere Staaten zu geben, hat die Pflegekammer Niedersachsen Kritik geäußert. In vielen Pflegeeinrichtungen herrsche immer noch ein Mangel an Schutzausrüstung. „Eine einzige Maske pro Schicht - trotz wechselnder Patienten und Bewohner - waren und sind während der Corona-Pandemie keine Seltenheit“, wird Präsidentin Nadya Klarmann in einer Mitteilung vom Montag zitiert.

Die Bundesregierung hatte vergangene Woche erklärt, derzeit in Deutschland nicht benötigte Corona-Schutzmasken an andere Staaten abgeben zu wollen. Geplant ist, dafür der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. Die aktuelle Pandemie-Situation hierzulande ermögliche es, einen Teil der derzeit überschüssigen Masken in eine nationale Reserve zu geben - und einen geringen Teil Ländern zur Verfügung zu stellen, die wegen ihrer Corona-Situation gerade dringend Masken benötigten. Nach Informationen des Magazins „Der Spiegel“, das zuerst darüber berichtete, handelt es sich um 250 Millionen Masken im Wert von 275 Millionen Euro. Erst einmal solle nun Material abgegeben werden, dessen Haltbarkeit bald abläuft.

Max Seidenfaden

Tunesisches Gesundheitsministerium: Corona-Lage im Land ist ernst

17:59
17.08.2020
 Die Corona-Lage in Tunesien ist nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums wegen steigender Infektionszahlen „ernst“ und „gefährlich“. Es gebe bei den Bürgern generell das Gefühl, dass die Pandemie vorbei sei, sagte der Direktor für öffentliche Gesundheit, Taher Guergueh, am Montag dem tunesischen Sender Shems FM.

Wegen der jüngsten Entwicklungen wurden Maßnahmen regional wieder verschärft. So schlossen die Behörden im Bezirk Gabes im Süden Tunesiens Moscheen und Wochenmärkte nach Ausbrüchen wieder. Das Verteidigungsministerium richtete ein Feldkrankenhaus für die Behandlung Infizierter ein.

Bislang hat Tunesien 2107 Corona-Fälle und 54 Tote gemeldet. Zwar sind die Zahlen kleiner als in anderen Ländern der Region, doch ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen zuletzt gestiegen. Tunesien wird vom Robert Koch-Institut nicht als Risikogebiet geführt.

Max Seidenfaden