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Kurzarbeitergeld: Merkel steht Verlängerung auf 24 Monate positiv gegenüber

14:46
17.08.2020
In der Corona-Krise können Unternehmen und Arbeitnehmer in Deutschland auf eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stehe Vorschlägen, die Bezugsdauer auf 24 Monate zu verlängern, „grundsätzlich positiv“ gegenüber, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Das Kurzarbeitergeld habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland der weltweiten Krise bisher verhältnismäßig gut standhalte. Es sei gelungen, Millionen von Arbeitsplätzen zu erhalten, sagte Seibert. Über eine mögliche Verlängerung der Bezugsdauer in der Corona-Krise werde innerhalb der Bundesregierung zu beraten sein. Wie konkret dies auszugestalten sei, darüber wollten die Koalitionspartner in einem Koalitionsausschuss beraten.

Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt, er wolle die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern. Die Corona-Krise werde in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden. „Unternehmen und Beschäftigte brauchen von der Regierung das klare Signal: Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird.“

Grundsätzlich gilt derzeit eine Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld von maximal zwölf Monaten. Als die Corona-Krise aufzog, waren allerdings die Zugangsbedingungen für Unternehmen erleichtert worden. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer zudem bereits jetzt auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Im Juni hatten sich schon die Wirtschaftsminister der Länder dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern.

Wirtschaftsverbände begrüßten die Pläne. 

Pandemie hat Folgen für die Psyche

14:14
17.08.2020
Die Corona-Pandemie kann bei vielen Menschen psychische Störungen auslösen oder deutlich verschlimmern. Darauf machte die Bundespsychotherapeutenkammer am Montag in Berlin aufmerksam. Kammerpräsident Dietrich Munz sagte laut einer Mitteilung: „Neben Depressionen und Angststörungen, akuten und posttraumatischen Belastungsstörungen können auch Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, Zwangsstörungen und Psychosen zunehmen.“ Ältere zählen laut den Psychotherapeuten zu den am stärksten betroffenen Gruppen. Auch Kinder und Jugendliche sind psychisch besonders gefährdet - durch die Schließung von Kitas und Schulen und den Verlust von Kontakten. Die Kammer stellte die Ergebnisse erster Studien zur Auswirkungen der Pandemie auf die Psyche zusammen.

Reisewarnung für Spanien: Aktien von Tourismusanbietern geben nach

13:48
17.08.2020
Steigende Corona-Neuinfektionen und die deutsche Reisewarnung für fast ganz Spanien haben am Montag an den Börsen die Aktien der Reise- und Tourismusanbieter belastet. Am deutschen Markt traf es erneut die Papiere der Lufthansa, die im Dax um 1,7 Prozent nachgaben. Auch die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport verloren im MDax der mittelgroßen Werte 1,5 Prozent. Der europäische Reise- und Freizeitsektor war mit minus 0,6 Prozent der schwächste aller 19 Sektoren.

Nachdem das Auswärtige Amt wegen hoher Corona-Zahlen fast ganz Spanien einschließlich Mallorcas - mit Ausnahme der Kanaren - zum Risikogebiet erklärt hat, sagte der Reisekonzern Tui alle Pauschalreisen dorthin ab. Den Kunden werden Umbuchungen angeboten. Die an der Londoner Börse notierten Aktien von Tui büßten daraufhin 3,3 Prozent ein.