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20200812190945

Söder sagt wegen Panne mit Corona-Tests Besuch an der Nordsee ab

17:40
12.08.2020
Nach Bekanntwerden einer schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt. „Bayern geht vor“, schrieb Söder am Mittwochabend auf Twitter, er müsse seinen Besuch leider absagen.

Die bayerische Staatsregierung hatte zuvor eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt: 44 000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warten nach Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. Das hatte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am späten Nachmittag einräumen müssen. Wie viele davon aus dem Freistaat und wie viele aus dem übrigen Bundesgebiet kommen, konnte sie zunächst nicht sagen. Die Infizierten sollten aber bis Donnerstagmittag ihr Ergebnis bekommen.

Söder nannte den „Fehler“ bei den Testzentren „sehr, sehr ärgerlich“. „Das muss sofort behoben werden und darf nicht mehr passieren. Alle Strukturen sind umgehend zu überprüfen“, verlangte der CSU-Politiker.

RKI zieht Prognose zurück

17:12
12.08.2020
Das RKI hat am Mittwoch ein Positionspapier im Internet veröffentlicht. Darin hieß es, dass "die Verfügbarkeit eines Impfstoffs (ggf. mehrerer) bis Herbst 2020 möglich erscheinen".  Später zog das RKI den Bericht zurück. Es habe versehentlich eine ältere Version seines Strategiepapier online gestellt, welches inzwischen mehrfach überarbeitet wurde. Demnach rechnet das RKI nicht damit, dass ein Impfstoff bereits im Herbst 2020 zur Verfügung stehen wird. Eine aktualisierte Version des Papiers solle in Kürze veröffentlicht werden. 

Positiver Corona-Test bei Kind in Graal-Müritz möglicherweise falsch

15:30
12.08.2020
Die Schließung einer Schule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) nach einem Corona-Verdachtsfall am vergangenen Freitag war möglicherweise unnötig. Es bestehe der begründete Verdacht eines fehlerhaften Covid-19-Tests bei dem Schulkind, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Allerdings seien die Ermittlungen dazu noch nicht abgeschlossen. So müsse geklärt werden, ob es einen Zusammenhang mit einem zweiten, tatsächlich positiven Test bei einer anderen Person in Graal-Müritz gebe. Diese sei in der gleichen Praxis abgestrichen worden wie das Schulkind.

Das rechtsmedizinische Institut der Universitätsmedizin Rostock habe das Probenmaterial des Schulkindes sowie einen neuen Abstrichtest bei dem Kind untersucht, hieß es. „Die Rechtsmediziner stellten fest, dass die Originalprobe des Schulkindes verunreinigt ist“, führte das Landratsamt weiter aus. Bei dem zweiten, tatsächlich Corona-positiven Fall sei der Infektionsweg dem Gesundheitsamt bekannt. Bei dem Schulkind gebe es dagegen keine Hinweise auf einen Infektionsweg.

Das Gesundheitsamt plant den Angaben zufolge parallel eine nach dem Schema des Robert Koch-Instituts notwendige zweite Covid-Testreihe für die Kontaktpersonen des Schulkindes. Falle diese durchweg negativ aus, könnte die Schule am kommenden Montag wieder geöffnet werden.