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20200804102523

17 neue Corona-Fälle in Hamburg

10:06
04.08.2020
In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen wieder etwas stärker gestiegen. 17 neue Fälle kamen hinzu, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Am Montag hatte die Stadt acht neue Infektionen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 5460 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Etwa 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Montag bei 124. Das entspricht 6,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner - 0,3 mehr als am Vortag. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Patrick Reichelt

Kurzarbeit allein reicht nicht bei Fraport - 4000 Jobs auf der Kippe

09:20
04.08.2020
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will wegen des langfristigen Corona-Einbruchs tausende Jobs streichen. In seinem Bericht zur ersten Jahreshälfte sieht Fraport-Chef Stefan Schulte zwar den Tiefpunkt der Luftverkehrsbeschränkungen durchschritten, stimmt aber zugleich alle Beteiligten auf eine lange Durststrecke ein. Noch in den Jahren 2022/2023 dürften die Passagierzahlen am Heimatdrehkreuz nach seiner Einschätzung 15 bis 20 Prozent unter den bisherigen Höchstwerten liegen, mit entsprechend weniger Arbeit für die Beschäftigten.

Zwischen 3000 und 4000 der zurzeit rund 22 000 Stellen sollen abgebaut werden, kündigte Fraport am Dienstag erstmals schriftlich an. Neben der natürlichen Fluktuation wolle man verschiedene sozialverträgliche Maßnahmen nutzen, über die mit den Arbeitnehmern verhandelt werde. Ob darüber hinaus betriebsbedingte Kündigungen erforderlich werden, hänge von der Umsetzung ab.

Momentan nutzt der vom Land Hessen und der Stadt Frankfurt mehrheitlich getragene MDax-Konzern intensiv die Möglichkeiten der Kurzarbeit. Im zweiten Quartal galt sie für 16 000 Beschäftigte in Frankfurt. Die Arbeitszeit der Gesamtbelegschaft wurde so um 60 Prozent reduziert, der operative Aufwand wurde unter anderem durch Terminalsperrungen in Frankfurt um 30 Prozent gesenkt, konzernweit sogar um 40 Prozent.

Patrick Reichelt