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EU-Kommission will sich Corona-Impfstoff von Sanofi sichern

17:28
31.07.2020
Die EU-Kommission will 300 Millionen Dosen eines künftigen Impfstoffs vom französischen Pharmaunternehmen Sanofi kaufen. Vorgespräche für einen anvisierten Vertrag seien am Freitag abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit.

Geplant ist demnach ein Rahmenvertrag, wonach die Kommission vorab einen Teil der Entwicklungskosten des Unternehmens übernimmt und dafür das Recht erhält, eine bestimmte Anzahl von Impfstoffdosen in einem bestimmten Zeitraum zu kaufen. Die bereitgestellten Mittel wären eine Anzahlung für die Impfstoffe, die die EU-Staaten später tatsächlich kaufen. Sanofi will für seinen Impfstoffkandidaten nach jetziger Planung im Juni 2021 die Zulassung beantragen.

„Der heutige Schritt mit Sanofi ist ein erster wichtiger Eckpfeiler einer viel umfassenderen europäischen Impfstoffstrategie“, sagte von der Leyen. Man führe weiterhin intensive Gesprächen mit mehreren anderen Unternehmen.

Patrick Reichelt

Millionen Amerikaner verlieren erhöhtes Arbeitslosengeld

16:37
31.07.2020
Inmitten der Coronavirus-Pandemie werden Millionen Amerikaner ihr wegen der Krise zeitweise deutlich erhöhtes Arbeitslosengeld verlieren. US-Präsident Donald Trumps Republikaner und die Demokraten im Kongress konnten sich bis Freitagmittag (Ortszeit) nicht auf eine Verlängerung der Erhöhung des Arbeitslosengeldes um 600 US-Dollar pro Woche verständigen. Die Ende März im Rahmen eines Corona-Konjunkturpakets beschlossene Erhöhung läuft in allen Bundesstaaten spätestens Freitagnacht aus.

Das Weiße Haus, die Republikaner und die Demokraten schoben sich gegenseitig die Schuld für das ersatzlose Auslaufen der großzügigen Arbeitslosengeldregelung zu. Die Demokraten im Repräsentantenhaus hatten bereits im Mai ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von rund drei Billionen US-Dollar beschlossen, die Republikaner im Senat fingen aber erst vor wenigen Wochen an, sich mit dem Thema zu befassen. Sie legten ein Paket in Höhe von einer Billion Dollar vor. Verhandlungen zu einem Kompromissvorschlag scheiterten aber.

Patrick Reichelt

Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen ist am Start

15:37
31.07.2020
Am Hamburger Flughafen ist am Freitag ein Corona-Testzentrum für Flugpassagiere aus Risikogebieten in Betrieb gegangen. Auf zunächst zwei Teststrecken können sich die Fluggäste im „Terminal Tango“ außerhalb des eigentlichen Flughafengebäudes auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, wie die Sozialbehörde mitteilte. In den kommenden Tagen soll die Kapazität auf fünf Teststrecken für bis zu 2000 Passagiere pro Tag ausgebaut werden. Bei vielen gleichzeitig einreisenden Passagieren müsse dennoch mit Rückstaus und Wartezeiten gerechnet werden.

Der Test am Flughafen ist vorläufig freiwillig und ein kostenfreies Angebot an die Flugreisenden. Allerdings plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Testpflicht. Eine entsprechende Anordnung könnte bereits kommende Woche in Kraft treten. Unabhängig von dem Test müssen sich alle Reisenden aus Risikogebieten unverzüglich und auf direktem Weg in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Davon kann bei einem anerkannten negativen Testergebnis abgesehen werden. Die Behörden empfehlen dringend eine Quarantäne von mindestens einer Woche.

Patrick Reichelt