Letztes Update:
20200727145954

Noch keine kostenlosen Corona-Tests am Frankfurter Flughafen

11:24
27.07.2020
Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wird es zunächst keine kostenlosen Corona-Tests für Auslandsurlauber geben. Der Flughafenbetreiber Fraport verwies am Montag erneut auf ungeklärte Fragen etwa zur Trägerschaft und Kostenübernahme. Man befinde sich in enger Abstimmung mit den Behörden, sagte ein Unternehmenssprecher. Das zuständige hessische Sozialministerium äußerte sich zunächst nicht zu konkreten Planungen für den Flughafen. Nach dpa-Informationen soll an diesem Dienstag (28.7.) ein erstes Koordinierungstreffen der beteiligten Stellen stattfinden.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten in der vergangenen Woche beschlossen, dass sich alle Reisenden aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Deutschland künftig kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Das ist an verschiedenen Flughäfen insbesondere in Bayern und Nordrhein-Westfalen bereits möglich. Wer keinen negativen Test hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Auch über verpflichtende Tests wird nachgedacht.

Am Frankfurter Flughafen gibt es seit knapp einem Monat ein kommerzielles Corona-Testzentrum des Betreibers Centogene, der für einen Schnelltest 139 Euro verlangt. Mit einigem Vorlauf kostet es 59 Euro.

Eva Przybyla

Zahl der Corona-Fälle in österreichischem St. Wolfgang steigt weiter

11:02
27.07.2020
Die Zahl der Corona-Infektionen in Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist um neun auf mindestens 53 gestiegen. Wie die Behörden berichteten, sind inzwischen alle 628 Tests vom Samstag ausgewertet. Die Ergebnisse von 419 weiteren Tests vom Sonntag fehlten am Montag zunächst noch. Bei den Infizierten handelt es sich nach Angaben der Gesundheitsministerin des Landes Oberösterreich, Christine Haberlander, um 52 Mitarbeiter und einen Gast. Der betroffene Gast stamme aus dem österreichischen Bundesland Burgenland, sagte Tourismuschef Hans Wieser.

Als Ausgangspunkt der Infektionen gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter auch nach der Sperrstunde um 1 Uhr morgens. „Es gibt von unserer Seite keine Vorwürfe. Als junger Mensch geht man nicht um ein Uhr ins Bett“, so Wieser.

Insgesamt sind nach seinen Angaben 15 Betriebe betroffen. Der Ort hat knapp 200 Beherbergungsbetriebe und 2700 Gästebetten. Zwei Bars hätten unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten positiven Fälle von sich aus geschlossen, hieß es. Zudem ordneten die Behörden am Samstagabend für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23.00 Uhr an.

Nach den Worten Wiesers sind zum jetzigen Zeitpunkt weder Betriebsschließungen noch die Schließung des Ortes angedacht. Die neun neuen Fälle aus der Testreihe mit 628 Menschen bedeuteten gerade einmal 1,4 Prozent positiver Resultate. „Das lässt uns hoffen“, so Wieser.

Max Seidenfaden