Letztes Update:
20200727145954

Allgemeinverfügung zum Alkoholverkauf kommt in Hamburg

09:18
27.07.2020
Angesichts dicht gedrängt feiernder Menschenmassen in den Hamburger Ausgehvierteln wird der Senat eine Allgemeinverfügung zur Einschränkung des Alkoholverkaufs erlassen. Diese Instrument sei bereits angekündigt worden und werde nun voraussichtlich bei der Senatssitzung am Dienstag scharfgestellt, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die zeitlich befristete Allgemeinverfügung erlaubt es den Behörden dann schon ab dem kommenden Wochenende, den Außer-Haus-Verkauf von Alkohol zu verbieten. Die genauen Modalitäten, etwa in welchem Zeitfenster Lokale und Kioske keinen Alkohol mehr außer Haus verkaufen dürfen, müssten noch geklärt werden.

Auch am vergangenen Wochenende hatten wieder Tausende auf St. Pauli und im Schanzenviertel abstandslos und ausgelassen gefeiert. Wegen des großem Andrangs musste die Große Freiheit gleich mehrfach abgesperrt werden. Außerdem sprachen Polizei und Bezirksämter im Schanzenviertel auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes in vier Fällen Alkohol-Verkaufsverbote aus.

Max Seidenfaden

Vier neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

07:39
27.07.2020
In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um vier Fälle auf 3322 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Sonntagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt acht an Covid-19 Erkrankte behandelt.

SAP verdient im zweiten Quartal trotz Corona deutlich mehr

07:13
27.07.2020
Europas größter Softwarehersteller SAP hat unter anderem dank des überraschend guten Laufs im zweiten Quartal unter dem Strich deutlich mehr Gewinn gemacht. Der Nettogewinn kletterte im Vorjahresvergleich um 52 Prozent auf 885 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Montag in Walldorf mitteilte. Das lag auch daran, dass ein Stellenabbauprogramm vor einem Jahr knapp 200 Millionen Euro gekostet hatte. Zahlen zu Umsatz und operativem Ergebnis hatte SAP bereits vor zweieinhalb Wochen vorgelegt und in der Corona-Krise überraschend stark abgeschnitten. Die im April gesenkten Jahresprognosen bestätigte das Unternehmen.

„Mehr als je zuvor ist durch die Pandemie deutlich geworden, dass Digitalisierung keine Option mehr, sondern zwingend notwendig ist, um schwierige Zeiten zu meistern und die gewünschten Geschäftsergebnisse zu erzielen“, kommentierte Vorstandschef Christian Klein die Ergebnisse.

Am Vorabend hatte SAP überraschend angekündigt, die Anfang vergangenes Jahr für acht Milliarden US-Dollar übernommene US-Cloudfirma Qualtrics in New York an die Börse bringen zu wollen. Die auf Marktforschungsdaten zum Kundenverhalten spezialisierte Tochter wächst weiter schnell und steigerte ihren Umsatz im zweiten Quartal um 34 Prozent auf 168 Millionen Euro. SAP will Mehrheitsaktionär an dem Geschäft bleiben und es mit mehr Kapital ausstatten, wie Finanzchef Luka Mucic in einer Telefonkonferenz sagte. Vorstandschef Klein sagte, SAP wolle das Angebot aus eigener Kraft ausbauen, aber auch Chancen für kleinere Zukäufe wahrnehmen. Details zum geplanten Börsengang stehen noch nicht fest.