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WHO meldet neuen Rekord an gemeldeten Corona-Neuinfektionen

14:16
25.07.2020
Noch nie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen gemeldet worden wie am Freitag. Insgesamt waren es 284.196 Fälle, wie die WHO am Freitagabend mitteilte. Mit Abstand die meisten Infektionen verzeichneten die USA mit knapp 70.000 neuen Fällen und Brasilien mit fast 68.000. In Indien waren es fast 50.000, in Südafrika 13.000.

Weltweit waren der WHO zufolge seit dem Beginn der Epidemie Ende des vergangenen Jahres bis Freitag 15,3 Millionen Infektionen gemeldet worden. Knapp 630.000 Menschen starben nachweislich mit einer Coronavirus-Infektion.

WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte zu der Entwicklung, man sehe intensive Übertragungen „in einer relativ kleinen Gruppe von Ländern“. Demnach entfallen fast die Hälfte aller bisherigen Fälle auf nur drei Länder - die USA, Brasilien und Indien haben zusammen fast 7,5 Millionen Fälle. Fast zwei Drittel aller Infektionen gehen demnach auf zehn Länder zurück.

Auch in Deutschland war die Zahl der registrierten Neuinfektionen zuletzt deutlich gestiegen. Das Robert Koch-Institut hatte am Donnerstag und Freitag jeweils rund 800 neue Fälle registriert und die Entwicklung „sehr beunruhigend“ genannt.

Vanessa Ranft

Philipp Schulze/dpa Die Parade zum CSD zieht unter dem Motto "Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!" durch das Wendland.

Deutschlands erste CSD-Parade fast wie vor Corona im Wendland

13:09
25.07.2020
Nach Absagen oder neuen Formaten für Christopher Street Days (CSD) ist im Wendland die bundesweit erste Parade fast wie vor der Corona-Pandemie gestartet. Nach Angaben der Polizei reihten sich am Samstag rund 200 Menschen - und damit nur etwas weniger als in den Vorjahren - in den bunten Zug von Waddeweitz über mehrere Dörfer. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hatte das unter Einhaltung der Abstandsregeln und dem Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken genehmigt. Ordner der Veranstalter kümmerten sich um die Einhaltung.

Die im Vergleich zu den traditionell riesigen CSD-Paraden in Köln oder Berlin kleine Teilnehmerzahl und mehr Platz auf weister Fläche spielten den Organisatoren in die Karten. Aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen wurden laut CSD Deutschland die übrigen Paraden bisher abgesagt, verschoben oder in kleineren beziehungsweise neuen Formaten wie Online-Streams und Auto-Demos durchgeführt. „Man könnte sagen, dass in diesem Jahr die kleinen in den Fokus rücken. Die, die man sonst nicht wahrnimmt“, sagte Vorstand Falko Jentsch. Er freue sich, dass so die Vielfalt der rund 90 CSDs in Deutschland abgebildet werde.

Mit den Christopher Street Days wird an Ereignisse Ende Juni 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals in Manhattan die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

Stefanie Heitmann