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20200724132633

Zahl der Corona-Infektionen in Russland steigt auf über 800 000

09:46
24.07.2020
In der Corona-Pandemie haben sich in Russland insgesamt mehr als 800 000 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. In den vergangenen 24 Stunden kamen im ganzen Land rund 5800 neue Fälle hinzu, wie die Behörden am Freitag in Moskau mitteilten. Nur die USA, Brasilien und Indien verzeichnen mehr Fälle als das Riesenreich.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Russland liegt seit geraumer Zeit in dieser Größenordnung. Die Hauptstadt Moskau ist mit rund 600 neuen Coronafällen pro Tag noch immer der Hotspot in Russland. In der Metropole mit geschätzten 15 Millionen Einwohnern gab es in den vergangenen Monaten strenge Ausgangsbeschränkungen, was die Zahlen drückte. Die Vorschriften wurden jedoch weitgehend aufgehoben.

Im ganzen Land starben bislang nach offiziellen Statistik mehr als
13 000 Menschen mit dem Virus. Das ist im Vergleich zu anderen Länder relativ wenig. In den USA mit mehr als 4 Millionen Coronafällen gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität rund 145 000 Tote. Immer wieder gab es Berichte über geschönte Corona-Statistiken in Russland. Behördenvertreter wiesen dies jedoch vehement zurück.

Max Seidenfaden

Umfrage: Mehrheit der Deutschen nicht enttäuscht wegen Sportabsagen

09:13
24.07.2020
Die Mehrheit der Deutschen hat für die Absagen und Verlegungen zahlreicher Sportereignisse wegen der Corona-Krise Verständnis. 55 Prozent der befragten Bundesbürger seien deswegen nicht wirklich enttäuscht, ergab eine am Freitag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Wegen der Pandemie waren die für dieses Jahr geplante Fußball-Europameisterschaft und auch die Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 verlegt worden. Die Fußball-Bundesliga musste eine zweimonatige Zwangspause einlegen, eine Reihe weiterer Ligen-Wettbewerbe und Veranstaltungen war unterbrochen oder sogar gestrichen worden.

Die Zeit, in der sie ansonsten die Sportereignisse als Zuschauer im Stadion oder vor dem Fernseher verfolgt hätten, verbrachte rund ein Drittel der Befragten stattdessen mit der Familie. Ein Viertel nannte verstärkte Aktivität an frischer Luft als Ersatz. Jeder Fünfte stieg stattdessen auf Fernsehserien und Spielfilme um, für die wegen der Sportübertragungen ansonsten keine Zeit gewesen wäre. Bei der Umfrage in zehn europäischen Ländern wurden von YouGov insgesamt 2031 Deutsche befragt.

Stefanie Heitmann