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Rund 1,4 Millionen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

14:15
23.07.2020
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Corona-Pandemie ist in den USA erstmals seit mehr als drei Monaten wieder angestiegen. In der Woche bis einschließlich 18. Juli stellten 1,416 Millionen Menschen einen entsprechenden Antrag, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Das war eine Zunahme um 109 000 verglichen mit der Vorwoche. Die Werte zeigen, dass sich die größte Volkswirtschaft der Welt trotz Lockerungen der Corona-Auflagen immer noch in einer schweren Krise befindet. Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts wider.

Die anhaltend hohe Zahl ist auch deswegen von Bedeutung, weil die zusätzliche Arbeitslosenhilfe des Bundes in Höhe von 600 Dollar pro Woche aus einem Corona-Hilfspaket vom März in dieser Woche ausläuft. Betroffen sind mehr als 16 Millionen Amerikaner. Bislang hat sich der Kongress nicht auf eine Fortsetzung im Rahmen eines neuen Hilfspakets einigen können.

Patrick Reichelt

Jugendliche in der Corona-Krise: genervt, aber mitfühlend

13:45
23.07.2020
Die deutschen Jugendlichen sind in der Corona-Krise einer Studie zufolge zwar genervt von den Einschränkungen, verhalten sich aber gleichzeitig mitfühlend und verantwortungsbewusst. Mit dem Maskentragen hätten die Jugendlichen im Allgemeinen kein Problem, sagte Marc Calmbach, Forschungsdirektor des Sinus-Instituts in Berlin am Donnerstag. „Sie erkennen die Notwendigkeit, dass es wichtig ist, sich mit der Situation zu arrangieren und dann halt auch mal ein paar Gänge zurückzuschalten.“

Die 14- bis 17-Jährigen haben demnach wenig Angst, sich selbst mit Corona zu infizieren, befürchten aber, andere anzustecken, etwa die Großeltern. Die Auswirkungen der Krise auf ihr persönliches Leben schätzen sie demnach als nicht besonders schwerwiegend ein. Der Politik stellen die Jugendlichen in der Krise ein gutes Zeugnis aus.

Für die Sinus-Jugendstudie 2020 wurden Tiefeninterviews mit 72 Jugendlichen geführt. Die Studie wird alle vier Jahre veröffentlicht. Insgesamt seien die Jugendlichen ernsthafter und problembewusster geworden, berichtete Calmbach. Der frühere Hedonismus habe sich stark abgeschwächt.

Max Seidenfaden

Corona-Krise brockt American Airlines Milliardenverlust ein

13:30
23.07.2020
Die Flugstreichungen wegen der Corona-Pandemie haben die US-Fluggesellschaft American Airlines tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Verlust von fast 2,1 Milliarden US-Dollar (1,8 Mrd Euro) nach einem Gewinn von 662 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag im texanischen Fort Worth mitteilte. „Es war eines der schwierigsten Quartale in der Geschichte von American“, sagte Airline-Chef Doug Parker.

Weil die Zahl der Fluggäste im Jahresvergleich um 86 Prozent auf weniger als 5,5 Millionen einbrach, sackten die Erlöse im gleichen Maß auf 1,6 Milliarden Dollar nach unten. Die Betriebskosten gingen hingegen nur um 62 Prozent zurück.

Um ihr Überleben zu sichern, hat sich die Gesellschaft mit der Ausgabe neuer Aktien, Wandelanleihen und normalen Anleihen unter anderem 3,6 Milliarden Dollar an frischem Geld besorgt. Ende des Quartals hätten die Barmittel des Konzerns bei 10,2 Milliarden Dollar gelegen. Im dritten Quartal sollen unter anderem 4,75 Milliarden Dollar an staatlich abgesicherten Finanzhilfen hinzukommen.

Max Seidenfaden