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20200723102752

Hamburger gründen während der Corona-Monate weniger neue Betriebe

08:45
22.07.2020
Während der Corona-Monate von März bis Mai sind in Hamburg gut 1000 neue Betriebe gegründet worden, die wegen ihrer Rechtsform oder Beschäftigtenzahl eine größere wirtschaftliche Bedeutung erlangen könnten. Das seien 18 Prozent weniger als in den Vorjahresmonaten, teilte das Statistik-Amt Nord am Mittwoch in der Hansestadt mit. Auffällig sei eine gegenläufige Entwicklung in den Wirtschaftszweigen „Herstellung von Bekleidung und Textilien“, wo ein Plus von 140 Prozent zu verzeichnen war. Die Statistiker führen das auf neu gegründete Nebenerwerbsbetriebe zurück, die Gesichtsmasken herstellen.

Gleichzeitig meldeten sich knapp 2400 Betriebe bei den Hamburger Gewerbeämtern ab. Das waren 36 Prozent weniger als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres. Der größte Anteil entfiel mit 85 Prozent auf komplette Geschäftsaufgaben.

Eva Przybyla

Neue Konzepte für Besucherbergwerke und Höhlen in Niedersachsen

08:38
22.07.2020
Die Verantwortlichen für Bergwerke und Höhlen in Niedersachsen haben neue Besuchskonzepte in der Corona-Krise entwickelt. Normalerweise sitzen etwa in der Grubenbahn im Klosterstollen Barsinghausen zwölf Menschen in einem Wagen, bei der Tour durch die schmalen Wege im Bergwerk kann das schnell eng werden: „Abstandsregeln einzuhalten war da nicht möglich“, sagt Geschäftsführer Thomas Schmidt. Beim neuen Konzept sind die Besuchergruppen auf fünf Personen reduziert, eine vorherige Anmeldung ist nötig.

Wie Schmidt mussten Betreiber von Besucherbergwerken und Höhlen in ganz Niedersachsen umdenken. Mit Masken, kleineren Gruppengrößen und vorheriger Reservierung sind Erkundungstouren unter Tage wieder vielerorts möglich.

So entdecken Besucher die Iberger Tropfsteinhöhle im Harz auf eigene Faust statt in geführten Touren. Die Schillat-Höhle bei Hessisch-Oldendorf ist zwar geschlossen, doch mittels einer 3D-Show können Besucher das Innere der Höhle oder den Süntel aus der Vogelperspektive erkunden. Den Betreibern der Einhornhöhle im Harz kam der besondere Aufbau der Höhle zugute: Aufgrund großer Höhenunterschiede zwischen den Eingängen sei es auch ohne zusätzliche Maßnahmen problemlos möglich, zwischen den geführten Besichtigungen einmal komplett durchzulüften, sagt Geologe und Projektleiter der Einhornhöhle Ralf Nielbock.

Eva Przybyla