Während der Corona-Monate von März bis Mai sind in Hamburg gut 1000 neue Betriebe gegründet worden, die wegen ihrer Rechtsform oder Beschäftigtenzahl eine größere wirtschaftliche Bedeutung erlangen könnten. Das seien 18 Prozent weniger als in den Vorjahresmonaten, teilte das Statistik-Amt Nord am Mittwoch in der Hansestadt mit. Auffällig sei eine gegenläufige Entwicklung in den Wirtschaftszweigen „Herstellung von Bekleidung und Textilien“, wo ein Plus von 140 Prozent zu verzeichnen war. Die Statistiker führen das auf neu gegründete Nebenerwerbsbetriebe zurück, die Gesichtsmasken herstellen.
Gleichzeitig meldeten sich knapp 2400 Betriebe bei den Hamburger Gewerbeämtern ab. Das waren 36 Prozent weniger als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres. Der größte Anteil entfiel mit 85 Prozent auf komplette Geschäftsaufgaben.