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20200723102752

Flughafen-Abfertigungsfirmen wollen länger auf Kurzarbeit setzen

09:59
21.07.2020
Wegen der anhaltenden Flaute der Luftfahrtbranche fordern die Abfertigungsfirmen an Flughäfen eine Verlängerung der Kurzarbeit. «Die Luftfahrt befindet sich weiterhin in der schwersten Krise seit Ende des Zweiten Weltkrieges, eine kurzfristige Erholung ist nicht absehbar», sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands der Bodenabfertigungsdienstleister im Luftverkehr (ABL), Thomas Richter, am Dienstag laut Mitteilung.

Der Verband fordert daher, das Instrument der Kurzarbeit müsse auf eine mögliche Dauer von 24 Monaten verlängert werden. Coronabedingt ist in einigen Fällen derzeit bereits eine Ausweitung der Maßnahme von zwölf auf 21 Monate möglich.

Nur so könnten ausreichend Mitarbeiter in den Unternehmen gehalten werden, um den Betrieb bei steigender Nachfrage auch wieder hochfahren zu können. Trotz Urlaubszeit kommt der Luftverkehr dem Verband zufolge derzeit lediglich auf 20 Prozent des Vorjahresniveaus. In dem Verband haben sich Dienstleister wie Acciona, Aviapartner oder Wisag zusammengeschlossen, die an Flughäfen die Dienstleistungen am Boden abwickeln.

Sarah Haferkamp

Initiative fordert mehr Unterstützung für Kinder in Coronazeit

09:06
21.07.2020
Kinder und Jugendliche sollten aus Sicht von Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker in der Corona-Pandemie besser unterstützt werden. Nach einem Bericht der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» fordert eine neue Ethikrat-Initiative um Wenker, junge Menschen bei allen nötigen Infektionsschutzmaßnahmen und Einschränkungen mehr in den Blick zu nehmen. Kinder und Jugendliche seien bereits Opfer zahlreicher Entbehrungen geworden, hieß es. «Schon jetzt haben Kinder und Jugendliche, die weder Schulen noch Kindergärten besuchen durften, schwierigere Startbedingungen», sagte Wenker.

Gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Thela Wernstedt, dem evangelischen Theologen und Direktor der Akademie Loccum, Stephan Schaede, und dem katholischen Philosophen Jürgen Manemann wirbt Wenker für mehr Fantasie und differenzierende Sichtweisen in der Pandemiebekämpfung, wie die Zeitung berichtet. «Eine Pandemie ist keine Massenkarambolage, man kann sich auf sie vorbereiten», sagte die Medizinerin Wernstedt. Die Initiative fordert, die Lebens-, Entwicklungs- und Bildungschancen von jungen Menschen deutlich zu verbessern.

Sarah Haferkamp