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Italiens Premier Conte zu EU-Einigung: «Wir sind zufrieden»

05:29
21.07.2020
Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat die Einigung beim EU-Gipfel in Brüssel und den beschlossenen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise als ehrgeizig und «sehr konsistent» gelobt. «Wir sind zufrieden», sagte er bei einer Videokonferenz am Dienstagmorgen. Der Wiederaufbauplan entspreche den enormen Herausforderungen der Krise. «Es ist ein historischer Moment für Europa, es ist ein historischer Moment für Italien», sagte er in Brüssel. Der Kompromiss war nach mehr als viertägigen Verhandlungen von den 27 Mitgliedsstaaten angenommen worden.

Das Paket enthält 750 Milliarden Euro für ein Aufbauprogramm gegen die Folgen der Pandemie-Krise. Dabei wurde der Anteil der Zuschüsse gesenkt und der Anteil der Kredite erhöht, gemessen an den ursprünglichen Vorschlägen.

Conte sagte, ein «guter Teil» der Hilfen werde nach Italien fließen, er nannte die Zahl von 28 Prozent. «209 Milliarden (Euro) sind für Italien vorgesehen», sagte der parteilose Jurist. «Wir müssen uns jetzt beeilen, wir müssen das Geld für Investitionen und Strukturreformen ausgeben», kündigte Conte an. Italien habe seine Würde und seine Autonomie bewahrt.

Italien mit seiner ohnehin angeschlagenen Wirtschaft leidet unter den Folgen der Corona-Krise besonders. In dem Mittelmeerland starben mit oder an der Viruskrankheit bisher mehr als 35 000 Menschen.

Sarah Haferkamp

Studie: Antikörper gegen Coronaviren sorgen vermutlich für Immunität

04:56
21.07.2020
Corona-Patienten haben einer Studie zufolge in vielen Fällen dauerhaft so viele Antikörper, dass eine erneute Infektion mit dem Virus vermutlich abgewehrt werden kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie an 327 Covid-19-Patienten im chinesischen Wuhan, die zu den weltweit ersten infizierten Erkrankten gehören. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.

An der Studie des deutsch-chinesischen Gemeinschaftslabors in Wuhan waren neben chinesischen Experten auch drei Virologen aus Essen, darunter Mirko Trilling, beteiligt. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen in den nächsten Tagen einem Fachmagazin zur Begutachtung vorgelegt werden.

Sarah Haferkamp