Letztes Update:
20200723102752

Landkreis will nach Corona-Ausbruch Schlachthof nicht schließen

14:19
19.07.2020
Nach einem größeren Corona-Ausbruch von Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei im niedersächsischen Lohne sieht der Landkreis keine Veranlassung für eine Schließung des Betriebs. Es handele sich um eine Ermessensfrage, sagte der Landrat des Landkreises Vechta, Herbert Winkel (CDU), am Sonntag. „Wir konnten keinen bestimmten Infektionsherd feststellen“, sagte Winkel. Es gebe zwar ein größeres Ausbruchsgeschehen, das sich auf ein Kartonage-Lager zurückführen lasse, wo sich einige Mitarbeiter in den Pausen getroffen hatten. Das Hygienekonzept des Betriebs sei aber gut. Die Mehrheit der Betroffenen habe sich wohl in der Freizeit infiziert.

Bei einem Reihentest unter Mitarbeitern der Hähnchen-Schlachterei der Wiesenhof-Gruppe wurden von 1046 Mitarbeitern 66 positiv auf Covid-19 getestet. Alle Infizierten wurden unter Quarantäne gestellt. Auch 70 direkte Angehörige seien bereits unter Quarantäne, sagte Winkel. Weitere Kontaktpersonen sollen ab Montag ermittelt werden.

Max Seidenfaden

Ex-Bundesligaspieler Renato Sanches mit Corona infiziert

13:45
19.07.2020
Ex-Bayern-Star Renato Sanches hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sanches befinde sich in seiner Heimat Portugal und müsse erst zweimal negativ auf das Virus getestet werden, bevor er wieder reisen dürfe, sagte der Trainer des französischen Fußball-Erstligisten OSC Lille, Christophe Galtier, am Samstag der Sportzeitung „L'Équipe“.

Neben Sanches seien auch Jonathan Bamba und Jonathan Ikoné positiv getestet worden. Beide befinden sich laut Galtier aber in Frankreich und können voraussichtlich früher wieder trainieren. Galtier erinnerte demnach an die Wichtigkeit der Einhaltung der Abstandsregeln. Er beobachte genau, wie sich die Lage in seinem Heimatland entwickle, sagte der Franzose. Frankreich war mit mehr als 30 000 Todesfällen von der Coronavirus-Pandemie hart getroffen worden.

Jan-Felix Jasch

Lübeck erwägt Maskenpflicht für bestimmte Plätze und Straßen

13:20
19.07.2020
Weil in der Hansestadt Lübeck in der Fußgängerzone und an beliebten Orten immer häufiger die coronabedingten Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden, erwägt die Stadt die Erweiterung der Maskenpflicht. „Die Hansestadt Lübeck behält sich (...) vor, eine Maskenpflicht für bestimmte Straßen und Plätze der Stadt einzuführen, wenn die Einhaltung des Mindestabstands nicht mehr gewährleistet ist“, teilte die Stadt am Wochenende auf ihrer Internetseite mit. Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) sei wegen mangelnden Einhaltung des Mindestabstandgebots besorgt. Das betreffe vor allem den Drehbrückenplatz, tagsüber die Fußgängerzone, den Klingenberg, die Vorderreihe und abends die Clemensstraße.

„Trotz erfreulich niedriger Infektionszahlen ist das kein Grund, leichtsinnig zu werden. Das Coronavirus ist nicht besiegt, und wir wollen alle keinen neuen Lockdown. Dafür trägt jeder Einzelne die Verantwortung“ so Lindenau laut Mitteilung.

Jan-Felix Jasch