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Corona-Ausgangssperre im Großraum Buenos Aires wird gelockert

18:00
17.07.2020
Nach rund 120 Tagen in Quarantäne werden die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie im Großraum Buenos Aires etwas gelockert. So sollen künftig kleine Geschäfte wieder öffnen dürfen und Sport im Freien am Abend und frühen Morgen erlaubt werden. Das teilte die argentinische Regierung am Freitag mit.

Auch Industriebetriebe im Umland der Hauptstadt sollen die Produktion wieder hochfahren. Restaurants und Bars bleiben allerdings weiterhin geschlossen; die Schulen dürfen auch nach den derzeitigen Winterferien nicht öffnen und Großveranstaltungen bleiben untersagt.

„Zwischen dem 18. Juli und 2. August versuchen wir, zum normalen Leben zurückzukehren“, sagte Präsident Alberto Fernández. Sollte die Zahlen der Infektionen oder Todesfälle sprunghaft steigen, könnten die Lockerungen auch wieder kassiert werden. „Wenn wir sie zurücknehmen müssen, werden wir sie zurücknehmen“, sagte der Staatschef.

Argentinien hatte am 20. März recht strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, den Wirtschaftsbetrieb weitgehend heruntergefahren und die Grenzen geschlossen. Im Vergleich zu den Nachbarländern war es so gelungen, die Verbreitung des Virus deutlich zu bremsen. Bislang haben sich 114 783 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 2112 Patienten sind im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben.

Max Seidenfaden

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tönnies-Geschäftsführung

17:36
17.07.2020
Nach zahlreichen Anzeigen wegen des massiven Corona-Ausbruchs in Deutschlands größtem Fleischwerk ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen die Geschäftsführung von Tönnies. Grund dafür sei aber kein neuer Ermittlungsstand, sondern das übliche Fortschreiben eines solchen Verfahrens, sagte ein Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft am Freitag. Die Behörde hatte in den vergangenen Wochen zunächst gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Bei der Staatsanwaltschaft in Bielefeld sind seit dem Corona-Ausbruch im Tönnies-Hauptwerk in Rheda-Wiedenbrück Mitte Juni nach Angaben der Behörde rund 50 Strafanzeigen eingegangen. Darunter ist auch eine Anzeige der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Grüne). Der Ermittlungskommission der Polizei, die den Einsatznamen EK „Carne“ (Fleisch) trägt, gehörten derzeit fünf Beamte an, sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei. Die „Neue Westfälische“ hatte online darüber berichtet, dass nun gegen die Geschäftsführung von Tönnies ermittelt werde.

Bei dem Corona-Ausbruch in dem Fleischwerk hatten sich nachweislich rund 1400 Mitarbeiter infiziert. Der massive Ausbruch hatte zu den bundesweit ersten regionalen Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie geführt. Davon waren die Kreise Gütersloh und Warendorf betroffen. Das Unternehmen Tönnies hatte in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass es mit den Behörden eng zusammenarbeite.

Max Seidenfaden

Nach Corona-Infektionen: Rund 100 Menschen in Verden unter Quarantäne

17:31
17.07.2020
Nach acht Corona-Infektionen in einem Gebäudekomplex in der Stadt Verden werden rund 100 weitere Menschen auf das Virus getestet. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner stehen bis zur Vorlage der Testergebnisse unter Quarantäne, wie der Sprecher des Landkreises am Freitag mitteilte. Demnach gibt es Anhaltspunkte, dass sich das Coronavirus im direkten Wohnumfeld der positiv getesteten Personen ausgebreitet hat. Die acht Infizierten wohnen demnach in einem Gebäudekomplex aus drei Häusern. Einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden.

„Anhand der durchgeführten Abstriche verschaffen wir uns einen Überblick über das mögliche Ausmaß der Virusstreuung in dem Häuserkomplex“, sagte Landrat Peter Bohlmann (SPD). „Sollten die jetzigen Testungen eine hohe Zahl weiterer infizierter Personen ergeben, müssen die Tests auch auf die anderen Hauseingänge ausgeweitet werden.“ Bislang werden Bewohnerinnen und Bewohner aus drei Hauseingängen getestet.

Bei Bedarf müsse der gesamte Gebäudekomplex unter Quarantäne gestellt werden, so der Landrat. Schnelles Handeln und Eingrenzen der sogenannten Hotspots sei eine wesentliche Voraussetzung, um die Virusausbreitung zu verhindern.

Max Seidenfaden