Der Präsident der Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, warnt davor, dass sich die Schulen zu Corona-Hotspots entwickeln könnten. Infektionen gingen inzwischen auch von Schulen und Schülern aus, sagt er der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). Die von manchen Politikern ständig wiederholte Behauptung, die bislang wenigen Infektionen würden hauptsächlich von außen in die Schulen getragen, lasse sich „nicht mehr aufrechterhalten“. Es gebe eine Reihe von Fällen, bei denen tatsächlich das Infektionsgeschehen von Schulen und Schülern ausgehe.
Dennoch sei er gegen eine bundesweite Maskenpflicht im Unterricht, sagte der frühere Gymnasialrektor. Er sei dafür, derartige Maßnahmen nicht flächendeckend zu verfügen, sondern sie am Geschehen in der Region und auch am Alter der Kinder auszurichten. Kinder unter zehn Jahren seien weniger an der Weitergabe von Infektionen beteiligt als Oberstufenschüler. Eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer für ältere Schüler ab bestimmten Grenzwerten halte er für richtig.