Letztes Update:
20201012083006

Lehrerverband: Auch Schulen könnten Corona-Hotspots werden

08:29
12.10.2020
Der Präsident der Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, warnt davor, dass sich die Schulen zu Corona-Hotspots entwickeln könnten. Infektionen gingen inzwischen auch von Schulen und Schülern aus, sagt er der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). Die von manchen Politikern ständig wiederholte Behauptung, die bislang wenigen Infektionen würden hauptsächlich von außen in die Schulen getragen, lasse sich „nicht mehr aufrechterhalten“. Es gebe eine Reihe von Fällen, bei denen tatsächlich das Infektionsgeschehen von Schulen und Schülern ausgehe.

Dennoch sei er gegen eine bundesweite Maskenpflicht im Unterricht, sagte der frühere Gymnasialrektor. Er sei dafür, derartige Maßnahmen nicht flächendeckend zu verfügen, sondern sie am Geschehen in der Region und auch am Alter der Kinder auszurichten. Kinder unter zehn Jahren seien weniger an der Weitergabe von Infektionen beteiligt als Oberstufenschüler. Eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer für ältere Schüler ab bestimmten Grenzwerten halte er für richtig.

epd

München überschreitet erneut Corona-Warnstufe

05:39
12.10.2020
Die Stadt München hat in der Corona-Pandemie erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervorgeht, liegt der Wert bei 50,6 (Datenstand 12.10., 0.00 Uhr). Auch die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen und Rosenheim in Bayern übersteigen derzeit den kritischen Wert.
Seit Beginn der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter laut RKI in der Landeshauptstadt München 12 592 nachgewiesene Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet.
München hatte bereits den Corona-Warnwert überschritten und in der Folge verschärfte Corona-Regeln umgesetzt. Der Stadt zufolge bleiben bis einschließlich Donnerstag Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur in Gruppen von maximal zehn Personen gestattet. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, gilt eine Obergrenze von 25 Teilnehmern. Im Zuge der Verschärfung war auch der Alkoholkonsum eingeschränkt worden.

dpa

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