Letztes Update:
20201008171054

Sperrstunde in Berlin beginnt am Freitagabend um Mitternacht

17:10
08.10.2020
Nachtschwärmer und Kneipengänger müssen sich in Berlin schon am Freitag auf die neue Sperrstunde einstellen. Der Senat hat am Dienstag (6. Oktober) vor dem Hintergrund der gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein müssen. Tankstellen dürfen in dem Zeitraum zwar geöffnet bleiben, aber keinen Alkohol nachts verkaufen.
Die neue Regelung, die bei der Eindämmung der Corona-Pandemie helfen soll, gilt nach Senatsangaben ab Samstag, 0.00 Uhr. Dann tritt die neue Verordnung in Kraft, in die die Sperrstunde aufgenommen wurde. Das bedeutet, dass Gastwirte am Freitag um Mitternacht schließen müssen - bis zum Samstagmorgen um 6 Uhr. Ab Samstagabend gilt die Sperrstunde dann entsprechend bereits ab 23 Uhr. Die Berliner Gastronomie hat die neuen Regeln bereits deutlich kritisiert.

dpa

YouTube
nachladen

Karliczek erwartet bis Mitte 2021 Covid-Impfung

10:05
08.10.2020
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartet für Mitte kommenden Jahres einen weithin einsetzbaren Impfstoff gegen das Coronavirus. Sie gehe davon aus, dass dann "breite Teile der Bevölkerung geimpft werden können", sagte Karliczek am Donnerstag in Berlin. Nicht ausschließen wollte sie, dass dies bereits vor Mitte 2021 möglich sein werde: "Sollte es schneller gehen, wäre es natürlich toll", sagte sie.

Die Ministerin dankte den an der Impfstoffentwicklung beteiligten Wissenschaftlern. "Die Forschung ist im Moment gigantisch schnell", sagte sie. "Nie zuvor haben so viele Wissenschaftler so intensiv daran gearbeitet, eine Pandemie einzudämmen." Karliczek verwies allerdings auch darauf, dass bei der Impfstoffentwicklung nach wie vor wichtige Fragen offen seien - etwa, wie lange ein Impfschutz anhalte und wie oft geimpft werden müsse.
Karliczek äußerte sich bei einer Pressekonferenz zum Stand des Sonderprogramms ihres Ministeriums zur Förderung der Impfstoff-Forschung. Ihr Ministerium fördere nun auch die Arbeit des Dessauer Unternehmens IDT Biologika, sagte Karliczek. Es solle 114 Millionen Euro aus dem Impfstoff-Sonderprogramm erhalten. Bereits gefördert werden die Unternehmen Biontech mit 375 Millionen Euro und CureVac mit 252 Millionen Euro.

"Alle Unternehmen wollen einen Beitrag leisten, dass Impfstoffe schnell und in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen", sagte Karliczek. "Bei der Entwicklung wollen und müssen wir mehrgleisig fahren, wenn wir gewährleisten wollen, dass Impfstoffe schnell, in ausreichenden Mengen und für verschiedene Bevölkerungsgruppen verfügbar sind."

AFP

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen