Die britische Regierung denkt wegen steigender Coronavirus-Fälle über neue Beschränkungen in England nach. In manchen Landesteilen würden die Zahlen sehr schnell steigen und das nehme man ernst, sagte der britische Minister für Wohnen, Gemeinden und Lokalverwaltung, Robert Jenrick. Am Donnerstag gab er in der BBC bekannt, dass die Regierung unter Beratung von Wissenschaftlern und Medizinern weitere Schritte abwäge.
In Gebieten in Nordengland hat die Zahl jener Patienten besorgniserregend stark zugenommen, die nach einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das hat den Druck auf die Regierung erhöht.
Wahrscheinlich dürfte das Gastgewerbe in Nordengland von zusätzlichen Maßnahmen getroffen werden - möglicherweise ähnlich denen, die am Mittwoch in Schottland angekündigt wurden. Dort ordnete Regierungschefin Nicola Sturgeon die Schließung von Pubs in den zwei größten Städten Glasgow und Edinburgh an. Im restlichen Schottland wurden Restaurants und Kneipen ebenfalls Beschränkungen auferlegt.
Auch anderswo in Europa sind weitere Corona-Beschränkungen verhängt worden. Zusätzlich zu landesweit geltenden Auflagen müssen sich Unternehmen und Privatpersonen vielerorts regional und lokal an weitere Beschränkungen halten. Oft geht es dabei um die Anzahl von Menschen, die sich gemeinsam versammeln dürfen.