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England verschärft Corona-Maßnahmen

08:19
09.09.2020
Aus Furcht vor einer zweiten Coronawelle werden in England Versammlungen mit mehr als sechs Menschen bis auf Weiteres untersagt. Bislang dürfen sich noch 30 Personen treffen. Die neue Obergrenze soll ab kommenden Montag gelten. Sie betrifft Treffen in den eigenen vier Wänden und im öffentlichen Raum, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch berichtete.

Ausnahmen werden für Haushalte mit mehr als sechs Personen wie auch für Treffen mit beruflichem Hintergrund oder zu Ausbildungszwecken gelten, also etwa in Schulen. Auch Hochzeiten, Beerdigungen und einige Sportarten werden von den verschärften Regeln ausgenommen.

„Wir müssen jetzt handeln, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen“, sagte Premierminister Boris Johnson in einem vorab verbreiteten Redetext. Auch er hatte die Covid-19-Erkrankung und auf einer Intensivstation eines Londoner Krankenhauses um sein Leben gekämpft.
Jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet im Kampf gegen die Pandemie über seine eigenen Maßnahmen. Das Vereinigte Königreich ist mit Blick auf die Todeszahlen das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Der Regierung wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Corona-Krise reagiert zu haben. Gesundheitsexperten fürchten, dass im Winter - wenn die vielen Grippefälle hinzukommen - der marode und chronisch unterfinanzierte staatliche Gesundheitsdienst NHS kollabieren könnte.
Die Zahl der Corona-Infektionen in Großbritannien stieg zuletzt wieder deutlich an. In den vergangenen Tagen gab es jeweils fast 3000 bestätigte Neuinfektionen pro Tag - der höchste Stand seit Ende Mai. Experten warnen daher vor einer zweiten Welle. Auch ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte dem Sender Sky News, er rechne mit weiteren Spitzen der Fallzahlen in Großbritannien.

dpa

Neuseeland plant leichte Lockerung der Corona-Einreisesperre

08:13
09.09.2020
Neuseeland will seine strikte Corona-Einreisesperre von Oktober an leicht lockern. Die Grenzen des Pazifikstaates sind seit dem 19. März geschlossen. Nur neuseeländische Staatsbürger und Menschen mit permanentem Wohnsitz durften noch ins Land. „Wir sind jetzt in der Lage, Anpassungen unserer Covid-19-bedingten Einreisebestimmungen vorzunehmen“, sagte Einwanderungsminister Kris Faafoi am Mittwoch. Dies betreffe eine „kleine Anzahl von Menschen“, die unter normalen Umständen das Recht hatten, nach Neuseeland zu reisen.

Unter anderem sollen die Lockerungen Lebenspartner von neuseeländischen Bürgern betreffen, die in den nächsten Wochen eine Einreise beantragen könnten. Auch einige Menschen mit gültigem Arbeitsvisum könnten dann wieder ins Land. Alle Ankommenden müssen aber 14 Tage in Isolation.
Neuseeland mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Bis zum Auftreten von neuen Infektionsfällen, die im August in Auckland verzeichnet worden waren, hatte das Land 102 Tage lang keine lokalen Infizierungen registriert. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie knapp 1800 Fälle bestätigt.

dpa

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