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Ausgangssperre für Auckland verlängert

07:39
24.08.2020
Um sicherzugehen, dass der neue Corona-Ausbruch in Neuseeland unter Kontrolle ist, hat Premierministerin Jacinda Ardern die Ausgangssperre für die Großstadt Auckland erneut verlängert. Die Anordnung für die größte Stadt des Landes bleibe mindestens bis zum kommenden Sonntag in Kraft, sagte Ardern am Montag. Ursprünglich sollten die Beschränkungen am Mittwoch gelockert werden.

Diese zusätzlichen vier Tage seien notwendig, um einen erneuten Ausbruch zu vermeiden, sagte Ardern weiter. "Wir wollen sowohl Vertrauen als auch Gewissheit für alle."
Das neuartige Coronavirus war am 12. August nach 102 Tagen ohne Infektionen innerhalb des Landes wieder direkt in Neuseeland aufgetreten. Zuvor war der Erreger nur vereinzelt bei Menschen festgestellt worden, die aus dem Ausland eingereist waren. Einen Tag nach der Entdeckung der neuen Fälle verhängte Ardern die Ausgangssperre. Alle seitdem aufgetretenen Neuinfektionen sind auf vier Familienmitglieder aus Auckland zurückzuführen. Wo diese sich angesteckt haben, ist unklar.
Die für den 19. September geplante Parlamentswahl in Neuseeland wurde wegen des Corona-Ausbruchs um einen Monat verschoben.

Neuseeland hatte die ersten Corona-Ausbrüche mit rigorosen Maßnahmen schnell unter Kontrolle gebracht. Mitte März wurden eine strikte Ausgangssperre verhängt und die Landesgrenzen geschlossen. Mitte Juni dann erklärte sich der Inselstaat offiziell für Coronavirus-frei. Alle Restriktionen mit Ausnahme der Einreisebeschränkungen wurden damals aufgehoben.

AFP

Medienbericht: Tausende Bußgeldverfahren wegen Corona-Regelverstößen

12:16
21.08.2020
In deutschen Großstädten laufen nach einem Medienbericht mehr als 20 000 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen Corona-Regeln. Wie eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe in zehn Städten ergab, hat allein Hamburg bereits rund 10 000 Bußgeldbescheide erstellt und mehr als 890 000 Euro eingenommen. In München seien nach Auskunft der dortigen Verwaltung bislang rund 9500 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen zugeleitet und Einnahmen von mehr als 950 000 Euro erzielt worden.
In Frankfurt am Main wurden dem Bericht zufolge bei gut 2500 eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren Bußgelder in Höhe von über 650 000 Euro verhängt. In Köln versandte das Ordnungsamt 1525 Corona-Bußgeldbescheide über fast 364 000 Euro.
Die große Mehrheit der Menschen halte sich an die Regeln, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy. Aber man beobachte auch, dass sich ein Teil über die notwendigen Corona-Beschränkungen hinwegsetze. Ordnungsbehörden und Polizei nähmen ihre Kontrollpflicht sehr ernst. „Sie verstärken ihre Kontrollen und verhängen Bußgelder, wo dies machbar und notwendig ist.“

dpa

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