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20200602142331

Corona-Regeln in Thüringen sollen bis Mitte Juni verlängert werden

14:23
02.06.2020
Die Ende der Woche auslaufende Verordnung mit Beschränkungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie soll noch bis Mitte Juni verlängert werden. Dies plane die Landesregierung noch im Laufe der Woche, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Dienstag. Für eine neue Verordnung, die zahlreiche Änderungen unter anderem im Bildungsbereich sowie eine weitgehende Aufhebung der Kontaktbeschränkungen vorsieht, gibt es bereits einen Entwurf. Das Kabinett soll die neuen Regeln am 9. Juni beschließen; in der darauffolgenden Woche sollen sie in Kraft treten, hieß es.
Bisher dürfen sich in Thüringen nur Menschen zweier Haushalte treffen. Die neuen Pläne sehen dafür keine Vorgaben, sondern nur noch Empfehlungen vor.

dpa

Russland testet möglichen Corona-Impfstoff bei Soldaten

11:49
02.06.2020
Russland beginnt mit klinischen Tests eines selbst entwickelten Impfstoffs gegen das Coronavirus an Soldaten. Es seien 50 Freiwillige, darunter fünf Frauen, für die Teilnahme an den Untersuchungen ausgewählt worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag in Moskau mit. Die Männer und Frauen hätten sich selbst gemeldet, damit das neue Präparat auf seine Wirkung und Sicherheit getestet werde. Die Untersuchungen sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein. Zuvor hatten Wissenschaftler schon in vorklinischen Tests – an Tieren und teils an sich selbst – Erfolge bei der Impfstoffentwicklung gemeldet.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Druck gemacht, dass Russland im weltweiten Rennen um einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 Erfolge vorweisen könne. Vize-Regierungschef Dmitri Tschernyschenko hielt es im Fall von Erfolgen für möglich, dass bereits im Herbst ein Impfstoff zur Verfügung stehe. „Die Arbeit an einem Impfstoff ist im vollen Gang, wir warten auf die Ergebnisse. Aus Sicht der Spezialisten können wir im Fall eines Erfolgs im Herbst mit der Massenimpfung beginnen“, sagte er am Dienstag.

Eine Impfpflicht für die ganze Bevölkerung soll es nicht geben, wohl aber für einzelne Berufsgruppen. Die Soldaten, die an der klinischen Studie teilnehmen, seien vorab eingehend untersucht worden und kerngesund. Sie werden von diesem Mittwoch an in einem Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums in Sergijew Possad im Moskauer Gebiet untergebracht und während der Studie überwacht.

Am 22. Mai hatte der Direktor des epidemiologischen und mikrobiologischen Forschungszentrums bei der Akademie der Wissenschaften Russlands, Alexander Ginsburg, von erfolgreichen Tests eines so bezeichneten Vektor-Impfstoffs berichtet. Das Vakzin habe eine Immunität gegen Corona erzeugt - ohne negative Nebenwirkungen.

Insgesamt befassen sich nach offiziellen Angaben in Russland sieben Forschungseinrichtungen unabhängig voneinander mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Zur Behandlung einer bestehenden Infektion hatten die Behörden am Wochenende das antivirale Medikament Favipiravir in Russland unter dem Namen Avifavir zur Behandlung in Krankenhäusern zugelassen. Es soll die Krankheitsdauer verkürzen.

dpa

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