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20200529130958

Lufthansa plant Rückholflug für in Südafrika festsitzende Europäer

12:56
29.05.2020
Die Lufthansa plant einen weiteren Rückholflug für Deutsche und andere Europäer, die in Südafrika festsitzen. Das bestätigte der zuständige Lufthansa-Regionalmanager André Schulz am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Johannesburg. Flug LH577 soll am 8. Juni von der Touristenmetropole Kapstadt aus nach Frankfurt am Main fliegen, sofern die Behörden ihr grünes Licht geben.

Zwar hatte das Auswärtige Amt im März eine beispiellose Rückholaktion für die wegen der Corona-Pandemie im Ausland gestrandeten Deutschen gestartet. Rund 240 000 Menschen wurden nach Hause geflogen. Viele weitere blieben aber zurück - darunter Rentner und Langzeit-Urlauber, die regelmäßig im Sommer der Südhalbkugel am Kap überwintern. Nach inoffiziellen Angaben handelt es sich um mehrere hundert Deutsche.
Südafrika hatte Ende März mit der Umsetzung einer strikten Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus alle Landgrenzen geschlossen und auch den kommerziellen Flugbetrieb eingestellt. Ab dem 1. Juni soll nun eine vorsichtige Lockerung in Kraft treten. Der internationale Flugverkehr bleibt aber bis auf Weiteres gesperrt.

dpa

Drosten: Deutschland könnte zweiter Corona-Welle entgehen

07:06
29.05.2020
Der Virologe Christian Drosten hält es für möglich, dass Deutschland eine zweite Corona-Welle erspart bleibt. "Vielleicht entgehen wir einem zweiten Shutdown", sagte der Virologe vom Berliner Universitätsklinikum Charité dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut einer Meldung vom Freitag.

Die Wissenschaft habe inzwischen ein besseres Verständnis des Infektionsgeschehens. "Jetzt kennen wir das Virus genauer, wir wissen besser, wie es sich verbreitet." Dies geschehe über wenige sogenannte Superspreader, also Infizierte, die für viele Ansteckungen verantwortlich sind. "Und ein solches Infektionsgeschehen kann man besser kontrollieren als eine gleichförmige Ausbreitung unterm Radar, wie wir das am Anfang angenommen haben", sagte Drosten. Es gebe jetzt eine "theoretische Möglichkeit", dass die Deutschen "ohne zweite Welle durchkommen".
Wichtig sei nach wie vor, einen möglichen Ausbruch früh zu erkennen und zu stoppen, indem sämtliche Kontaktpersonen in Quarantäne kommen, ohne sie vorher erst langwierig zu testen. Dafür könnte die Zeit der Quarantäne aber deutlich verkürzt werden. Kontaktpersonen müssten künftig nur eine gute Woche in der Isolation verbringen, denn die Inkubationszeit und die Zeit, in der ein Mensch ansteckend sei, sei deutlich kürzer als anfangs gedacht, betonte Drosten.

Auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck glaubt nicht, dass Deutschland von einer gewaltigen zweiten Corona-Welle überrollt wird. Er vermute, dass es immer wieder lokale Ausbrüche geben werde.

AFP

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