Letztes Update:
20200505121914

Nach Corona-Zwangsstopp: Bayern erlaubt wieder Einzelsportarten

12:18
05.05.2020
Die Menschen in Bayern dürfen von kommenden Montag an wieder Individualsport ausüben. Training und Wettkämpfe in Mannschaftssportarten wie etwa dem Amateurfußball sind weiterhin nicht erlaubt. Das beschloss das Kabinett, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag mitteilte. Zu dem „kontaktlosen Einzelsport“, der ab 11. Mai wieder möglich ist, zählen etwa Tennis, Leichtathletik, Golf und Segeln, weil das vor allem im Freien ausgeübt wird. Aber auch Reitunterricht in der Halle sei möglich.
Söder erinnerte, dass trotz des Wegfalls der Beschränkungen für den Einzelsport weiter überall der Mindestabstand zwischen den Sportlern gewahrt werden müsse. Auch seien Hygienemaßnahmen einzuhalten.
Mannschaftssportler, also vor allem Fußballer in den unteren Ligen, müssen dagegen weiter warten. Der für den Sport zuständige Innenminister Joachim Herrmann (CSU) arbeite mit dem Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) an Konzepten, wie es mit anderen Sportarten weitergehen könne, sagte Söder. Am Mittwoch will sich Herrmann bei einer Pressekonferenz zu den Themen äußern.

dpa

Brandenburgs Kenia-Koalition für Lockerung von Corona-Kontaktverbot

12:09
05.05.2020
Die rot-schwarz-grüne Koalition in Brandenburg hält es für richtig, das Kontaktverbot über zwei Personen hinaus im Freien zu lockern. „Ich glaube, es ist nicht die Zahl wichtig, sondern dass der Abstand entsprechend eingehalten wird“, sagte SPD-Fraktionschef Erik Stohn am Dienstag in Potsdam. Außerdem gehe es um die Hygieneregeln. „Das ist vielleicht der nächste Schritt, dass wir das Kontaktverbot in ein Abstandsgebot ändern.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan Redmann betonte, es sei wichtig, dass das Kontaktverbot nicht ersatzlos entfalle und eine gewisse Lässigkeit eintrete. Er forderte eine enge Abstimmung mit Berlin.
Grünen-Fraktionschefin Petra Budke hält es für wichtig, „dass man sich auch wieder zum gemeinsamen Spaziergang mit Freundinnen und Freunden verabreden kann“. Der Schwerpunkt der Lockerungen solle aber bei Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen liegen.
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kalbitz forderte eine Aufhebung aller Verbote in der Corona-Krise. „Wo Maßnahmen erforderlich sein könnten, müssen die genau begründet werden im Einzelfall“, sagte er. So könne es Beschränkungen in Pflegeheimen geben, um Risikogruppen zu schützen. Grundsätzliche Verbote seien aber falsch.
Linksfraktionschefin Kathrin Dannenberg hält eine Lockerung des Kontaktverbots ebenso für möglich wie Freie-Wähler-Fraktionschef Péter Vida. Er sagte, wenn es weiter niedrige Neuinfektionen gebe, könne eine Lockerung in ein bis zwei Wochen möglich sein.
In Brandenburg dürfen Bürger seit Mitte März draußen nur höchstens zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts bei 1,5 Metern Abstand unterwegs sein. Sachsen-Anhalt erlaubt seit Montag fünf.

dpa

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen