Letztes Update:
20200427120419

Spanien startet Corona-Antikörperstudie mit 90.000 Teilnehmern

11:35
27.04.2020
Spanien will mit Hilfe von Antikörpertests in 36 000 Haushalten mit rund 90 000 Bewohnern das wahre Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Land abschätzen. Die Testreihe sollte an diesem Montag beginnen und sich über mehrere Wochen hinziehen. Alle Teilnehmer werden zwei verschiedenen Tests unterzogen, die insgesamt drei Mal im Abstand von drei Wochen durchgeführt werden.
Die Studie findet landesweit statt, die Teilnahme ist freiwillig. Die Gesundheitsbehörden hoffen, mit der Analyse auch Informationen über die Übertragung des Virus in Privathaushalten nach sechswöchiger Ausgehsperre zu erhalten.
Am Wochenende hatte bereits Italien angekündigt, ab dem 4. Mai mit Antikörpertests bei zunächst 150 000 Menschen die Dunkelziffer der Corona-Infizierten bestimmen zu wollen. Auch in Deutschland plant die Regierung einen großangelegten Test, kleinere Projekte haben bereits begonnen.

dpa

Rahmenkonzept für Öffnung von Kirchen steht

11:31
27.04.2020
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagt, es gebe mittlerweile ein Rahmenkonzept, um Kirchen schrittweise wieder zu öffnen. Ziel sei ein möglichst einheitliches Vorgehen in Deutschland. Dies sei Grundlage für die Beratungen der Bundesregierung mit den Ländern am Donnerstag. Denkbar seien Einlasskontrollen und eine Begrenzung der Teilnehmerzahl an Gottesdiensten sowie Beschränkungen beim Singen.

reuters

In Russland nun mehr Corona-Fälle als in China erfasst

10:22
27.04.2020
In Russland sind inzwischen mehr Corona-Infektionen als im schwer gezeichneten Nachbarland China erfasst. Mehr als 87 000 Menschen hätten sich mit dem Virus angesteckt, teilten die Behörden am Montag in Moskau mit. In China, dem Ursprungsland der Pandemie, sind nach Daten der Johns-Hopkins-University derzeit rund 84 000 Infektionen offiziell erfasst. Wirklich vergleichbar sind die Zahlen allerdings nicht: Für beide Länder gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus.
Mit leichter Verzögerung zu westeuropäischen Ländern waren die offiziellen Infektionszahlen in Russland in den vergangenen Wochen rasant angestiegen - am Montag wurden in der Statistik rund 6200 Neuinfektionen verzeichnet. Die meisten davon gibt es in der Millionenmetropole Moskau, in der seit fast einem Monat strenge Ausgehbeschränkungen herrschen. Bislang sind zumindest den offiziellen Angaben zufolge landesweit lediglich rund 800 an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben (China: mehr als 4500).
Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, dass in Russland wahrscheinlich Mitte Mai ein Plateau bei den Infektionszahlen erreicht werde. „Im Sommer wird es wahrscheinlich schon etwas leichter“, sagte er der Zeitung „Argumenty i Fakty“.
Zur Eindämmung schickte Kremlchef Wladimir Putin die Bürger einen Monat lang bei laufender Lohnfortzahlung in Urlaub. In Moskau kann man nur mit einer speziellen Genehmigung zur Arbeit gehen. Kontrollen in der Metro hatten in der Folge zeitweise zu dichten Menschenansammlungen geführt. Die Stadt sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, Tausende Menschen der Gefahr einer Ansteckung ausgesetzt zu haben. Danach änderte die Metro ihr Kontrollsystem.

dpa

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen