Durch die Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse der Barmer vom Donnerstag hervor. Während vom 22. bis 28. März rund 150.000 bei der Krankenkasse Versicherte krankgeschrieben waren, waren es im Vorjahreszeitraum vom 24. bis 30. März 2019 nur rund 67.000 Menschen gewesen - ein Zuwachs von mehr als 120 Prozent.
Dabei waren tatsächlich nur etwas mehr als 5500 Betroffene, die bei der Barmer versichert sind, an Covid-19 erkrankt. Am häufigsten waren die Versicherten mit typischen Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege wie zum Beispiel Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Bronchitis arbeitsunfähig - dies waren 112.000 Fälle Es folgten rund 22.800 Versicherte mit banalen Infekten wie etwa Schnupfen. An Grippe waren lediglich etwa 4800 Versicherte erkrankt.
Einen starken Zuwachs der Krankschreibungen gab es demnach ab Mitte März. Zu diesem Zeitpunkt wurde bundesweit die Möglichkeit geschaffen, dass sich Patienten nach einem Telefongespräch mit ihrem Arzt arbeitsunfähig schreiben lassen konnten, ohne in die Praxis kommen zu müssen. Die Menschen seien offensichtlich deutlich vorsichtiger geworden, um ihre Kollegen nicht anzustecken, erklärte die Barmer.