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Großbritannien plant groß angelegte Studie

09:13
23.04.2020
Großbritannien will die Verbreitung des neuartigen Coronavirus in der Bevölkerung in einer großangelegten Studie erfassen. Innerhalb eines Jahres sollen bis zu 300.000 Menschen untersucht werden, wie die Regierung in London am Donnerstag mitteilte. Zwischenergebnisse sollen demnach bereits Anfang Mai vorliegen. Auf deren Grundlage solle dann auch über Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen entschieden werden.
In einer ersten Phase der Studie soll den Regierungsangaben zufolge eine Gruppe von 25.000 Menschen, die repräsentativ für die britische Gesamtbevölkerung ist, regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Eine weitere Gruppe Erwachsener aus rund tausend Haushalten soll zudem regelmäßig Antikörper-Tests unterzogen werden.
Gesundheitsminister Matt Hancock erklärte, die großangelegte Studie werde Aufschluss über das "derzeitige Ausmaß der Übertragungsrate und Infektionen im Vereinigten Königreich" geben und zugleich "wichtige Fragen zur Immunität" in der Bevölkerung beantworten.

AFP

AOK will Kosten für massive Ausweitung von Coronavirus-Tests nicht tragen

08:31
23.04.2020
Die AOK will Kosten für die geplante massive Ausweitung der Coronavirus-Tests nicht übernehmen. Zwar sei zu begrüßen, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schnell flächendeckende Tests ermöglichen wolle, sagte der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstagsausgaben). Klar sei aber auch, dass es sich dabei um "eine Maßnahme zum allgemeinen Bevölkerungsschutz" handele.
Infektionsschutz und Seuchenbekämpfung gehörten zur Gefahrenabwehr, für die grundsätzlich die Länder zuständig seien, betonte Litsch. Daher sei die Übertragung der Kosten auf die Kassen "rechtlich fragwürdig". Die AOK ist die wichtigste Gruppe innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Spahn will die Zahl der Coronavirus-Tests von derzeit wöchentlich erheblich steigern. Dadurch soll der schrittweise Ausstieg aus den Kontaktbeschränkungen und die Rückkehr zum normalen Wirtschaftsleben ermöglicht werden.

AFP

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