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20200422193357

Spanischer Bürgermeister verstößt gegen Ausgangssperre und beißt Polizisten

16:34
22.04.2020
Ein Bürgermeister in Spanien ist während der Corona-Ausgangssperre betrunken am Steuer erwischt worden. Der Bürgermeister von Badalona, Alex Pastor, trat am Mittwoch zurück, wie das Rathaus der nordostspanischen Stadt mitteilte. Medienberichten zufolge soll Pastor einen Polizisten gebissen haben, als dieser einen Alkoholtest verlangte. 

Pastor war am Dienstagabend in Barcelona festgenommen worden und erhielt eine Anzeige wegen "Verstoßes gegen die Verkehrssicherheit und Angriffs auf einen Polizeibeamten", wie das zuständige Gericht mitteilte. Der Bürgermeister der nördlich von Barcelona gelegenen Küstenstadt erklärte später schriftlich, seine Arbeit als Stadtoberhaupt habe "meine Gesundheit und meinen emotionalen Zustand beeinträchtigt und mich veranlasst, Dinge zu tun, die ich bedauere".

In Spanien gilt seit dem 14. März eine der striktesten Ausgangssperren der Welt. 

AFP

Eishalle in Madrid keine Leichenhalle mehr

14:39
22.04.2020
Auf dem langen Weg zurück aus der Corona-Krise hat die spanische Hauptstadt Madrid am Mittwoch die provisorische Leichenhalle im Eissportpalast nach knapp einem Monat wieder schließen können. Die Zahl der täglichen Corona-Toten sei inzwischen so weit gesunken, dass die 1800 Quadratmeter große Eisfläche nicht mehr benötigt werde, sagte die Regierungschefin der Autonomen Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso. Bei einer Zeremonie wurde mit einer Schweigeminute der mehr als 21 700 Menschen gedacht, die bisher in Spanien an Covid-19 gestorben sind, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete. 1146 von ihnen waren in den vergangenen vier Wochen in der Eishalle aufgebahrt, bevor sie von den zeitweise völlig überlasteten Beerdigungsunternehmen beigesetzt werden konnten.
Wegen der im März großen Zahl von mehr als 800 Corona-Toten pro Tag in Spanien waren neben dem Palacio de Hielo auch eine weitere Eissporthalle in der nahe Madrid gelegenen Gemeinde Majadahonda und das gerichtsmedizinische Institut zu provisorischen Leichenhallen umgewandelt worden. Ende März wurde in Madrid statistisch alle sechs Minuten ein Coronavirus-Infizierter tot aus dem Krankenzimmer getragen. Inzwischen sind es nur noch halb so viele, und nur das Forensik-Institut der Hauptstadt dient noch als Leichenhalle.
Spanien ist eines der weltweit von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder. Zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus ist seit dem 15. März im ganzen Land eine strikte Ausgangssperre in Kraft, die nach dem Willen der Regierung bis zum 9. Mai verlängert werden soll. Die Zustimmung des Parlaments galt als sicher.

dpa

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