Letztes Update:
20200327160214

China und Südkorea melden Hunderte neue Coronavirus-Fälle

05:28
27.02.2020
In China und Südkorea ist die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus jeweils stark angestiegen. Südkorea meldete am Donnerstag 334 neue Fälle. Damit haben sich inzwischen 1595 Menschen mit dem Erreger angesteckt, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst. Vom Ausbruch ist Daegu - die viertgrößte Stadt des Landes - besonders schwer betroffen. Doch gibt es Anzeichen einer Ausbreitung im Rest Südkoreas: Aus der Hauptstadt Seoul wurden bisher 55 Fälle gemeldet, aus der zweitgrößten Stadt Busan 58.
In China stieg die Zahl der Infektionen um 433 auf nunmehr 78 497, wie die Behörden mitteilten. Hinzu kamen demnach 29 Tote, womit mittlerweile 2744 Menschen an Covid-19 gestorben sind. 383 der neuen Fälle wurden aus der zentralchinesischen Stadt Wuhan gemeldet, wo das Virus im Dezember erstmals aufgetreten war.

AP

Irans Tourismus ächzt unter Coronavirus

05:26
27.02.2020
Die Coronavirus-Epidemie im Iran stürzt den Tourismus des Landes in eine neue Krise. „Mit Blick auf den Corona-Ausbruch ist dieses Jahr ein Dürrejahr für den Tourismus“, sagte Dschawad Musawi, Direktor für Tourismus in der iranischen Organisation für Kulturerbe, Handwerk und Tourismus laut der iranischen Wirtschaftszeitung „Eghtesad-e Donja“.
Der Ausbruch mit dutzenden Covid-19-Infizierten trifft Irans Tourismusbranche knapp einen Monat vor dem persischen Neujahrsfest „Norus“, der Hauptreisezeit innerhalb Irans. Der Wirtschaftszeitung zufolge blieben in Maschhad, der zweitgrößten Stadt Irans, aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus 90 Prozent der Hotels leer. 75 Prozent der Reisen wurden storniert. Unterdessen schlossen die Nachbarländer Irak, Türkei und Afghanistan vorübergehend die Grenzen. Der Flugverkehr in den Iran wurde eingeschränkt.
Zuletzt war Irans Tourismus bereits durch den Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine Anfang Januar mit 176 Toten erheblich eingebrochen. Bis zu 70 Prozent der Auslandsreisen in den Iran seien kurzfristig storniert worden, meldete der iranische Tourismusverband zwei Wochen später. Wegen der angespannten Lage sagte der deutsche Reiseanbieter Studiosus bis Ende April alle Iran-Reisen ab.

dpa

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