Auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen kommt die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr. Das beschlossen die Landesregierungen am Dienstag in Magdeburg und Erfurt. In Sachsen-Anhalt gilt die Mundschutzpflicht bereits ab Donnerstag, in Thüringen ab Freitag.
Um trotz Lockerungen der Kontaktbeschränkungen eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sei das Tragen von Masken notwendig, erklärte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Den Beschluss zu einer Maskenpflicht begründete er auch damit, dass der bisherigen Empfehlung zum Tragen von Masken viele "leider nicht gefolgt" seien.
Thüringens Landesgesundheitsministerin Heike Werner (Linke) betonte, eine Mund-Nase-Bedeckung könne nur ein zusätzlicher Schutz sein, wichtig blieben das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln. Werner forderte mit Blick auch auf den "Flickenteppich" in ihrem eigenen Bundesland "einheitliche Lösungen bei der Bewältigung dieser Krise". Bereits Anfang April war das thüringischen Jena vorgeprescht und hatte als erste Großstadt eine Maskenpflicht eingeführt.
Sachsen hatte als erstes Bundesland bereits am Montag eine Maskenpflicht beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen eingeführt. Bayern kündigte dies bereits für kommende Woche an, am Dienstag zogen nun weitere Länder, darunter auch Baden-Württemberg nach. Bundesweit bleibt es aber bei einer uneinheitlichen Linie. Nordrhein-Westfalen und Brandenburg sehen bislang keine Notwendigkeit für eine Maskenpflicht.