Letztes Update:
20200420205624

Bundesregierung prüft Corona-Hilfen für Vereine und Initiativen

15:13
20.04.2020
Die Bundesregierung prüft Möglichkeiten, Vereinen in der Corona-Krise finanziell unter die Arme zu greifen. Das geht aus einem Brief des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Volkmar Vogel (CDU), an die Abgeordneten von Union und SPD hervor.

In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, neben Wirtschaftsunternehmen stünden aktuell auch viele gemeinnützige Vereine, Initiativen und sonstige Träger der politischen Bildung, deren Projekte bisher vom Bund gefördert wurden, vor erheblichen Liquiditätsproblemen. Die Bundesregierung wolle nicht zusehen, „wie diese wichtigen Säulen des zivilgesellschaftlichen Engagements wegbrechen“. Denn sie leisteten einen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, im Sport, bei der Integration oder Extremismusprävention.

Deshalb wolle man im Einzelfall entweder „pragmatische Lösungen“ im Zuwendungsrecht finden - etwa über eine Förderung von Online-Formaten, da wo Präsenzveranstaltungen zurzeit wegen der Kontaktbeschränkungen nicht stattfinden können. Denkbar sei auch ein Verzicht auf den Einsatz von Eigenmitteln oder die Übernahme von anfallenden Stornokosten für abgesagte Veranstaltungen.

dpa

Schweiz: Armee baut Personalstärke nach beendeten Corona-Einsätzen ab

15:07
20.04.2020
Nach der größten Mobilmachung der Schweizer Armee seit dem Zweiten Weltkrieg wird der Einsatz gegen die Corona-Pandemie wieder zurückgefahren. Im Laufe der Woche werde man 300 bis 400 junge Menschen nach Hause schicken, kündigte Brigadier Raynald Droz am Montag in Bern an.

„Vor etwa einem Monat sprachen wir über die Mobilmachung, heute sprechen wir über eine Reduktion des Einsatzes“, sagte Droz. Derzeit gebe es noch 115 aktive, das Gesundheitswesen betreffende Einsätze, die meisten seien aber beendet. Daher stünden jetzt zu viele Leute zur Verfügung. „Wir müssen aufmerksam und reaktiv bleiben, die Situation ist nicht völlig unter Kontrolle, wir werden Woche für Woche abschätzen müssen“, sagte Droz.

Mitte März hatte Verteidigungsministerin Viola Amherd die größte Mobilmachung der Schweizer Armee seit dem Zweiten Weltkrieg angekündigt. Damals hieß es, dass die Armee zunächst bis Ende Juni 8000 Männer und Frauen für die Patientenpflege sowie die Logistik, etwa den Transport von Kranken, zur Verfügung stelle.

dpa

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