Letztes Update:
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Premier Boris Johnson schaltet sich in Regierungspolitik ein

13:01
19.04.2020
Der britische Premierminister Boris Johnson schaltet sich nach seiner überstandenen Corona-Erkrankung wieder kräftig in die Regierungspolitik ein. Johnson habe mit Außenminister Dominic Raab, der ihn teilweise vertritt, und weiteren Mitarbeitern am vergangenen Freitag ein dreistündiges Gespräch per Videocall gehabt, berichtete die Zeitung „Sunday Telegraph“. Bereits zuvor habe er mehrmals von seinem Landsitz Chequers aus Anweisungen gegeben.
Nach Regierungsangaben vom Samstag hatte Johnson „einige Kontakte“ mit Kabinettsmitgliedern gehabt, es wurde aber nicht das Ausmaß genannt. Er halte sich an die Anweisungen seines Arztes, hieß es.
Dass sich Johnson wieder so schnell in die Regierungsgeschäfte einmischt, soll mit zunehmender Kritik an der Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie zu tun haben. Nach einem Bericht der „Sunday Times“ war zu Beginn des Ausbruchs wochenlang der Ernst der Lage in Großbritannien nicht erkannt worden. Man habe sich stattdessen zu sehr auf den Brexit konzentriert. Johnson fehlte der „Times“ zufolge auch bei fünf wichtigen Sitzungen des Nationalen Sicherheitsrats (Cobra) zur Pandemie. Staatsminister Michael Gove sagte dem Sender Sky News am Sonntag, die Vorwürfe seien „grotesk“.

dpa

Amazon-Logistikzentren in Frankreich bleiben vorerst weiter zu

14:05
19.04.2020
In Frankreich bleiben sechs Logistikzentren von Amazon nach Angaben des US-Konzerns noch mindestens bis Mittwoch geschlossen. Am Dienstag befasst sich ein Gericht bei Paris mit der Berufung des weltgrößten Online-Händlers gegen Beschränkungen seiner Arbeit in der Coronavirus-Krise. "Wir warten mit Interesse auf die Anhörung in unserem Berufungsverfahren", teilte Amazon am Sonntag mit. Die Mitarbeiter müssten bis mindestens Mittwoch zu Hause bleiben. Bisher hatte Amazon eine Wiedereröffnung am Montag in Aussicht gestellt. Gewerkschaften hatten Amazon mangelnde Hygienemaßnahmen während der Coronavirus-Krise vorgeworfen und gegen den US-Konzern geklagt.
Ein französisches Gericht ordnete vergangene Woche an, dass Amazon seine Lieferungen auf wichtige Waren wie Lebensmittel und medizinische Verbrauchsgüter beschränken und Sicherheitsmaßnahmen verstärken müsse. Andernfalls drohe eine Geldstrafe von einer Million Euro pro Tag. Amazon stellte daraufhin den Betrieb in den Logistikzentren ganz ein und erklärte, dass die Definition von wichtigen Waren nicht eindeutig und das Risiko einer Strafe zu groß sei.
Amazon steht auch in den USA unter Druck. Aus mehr als 50 Amazon-Lagern in den USA sind Coronavirus-Fälle gemeldet worden, woraufhin Arbeitnehmervertreter die Schließung von Einrichtungen forderten. Inzwischen setzt Amazon Angestellten zufolge Wärmebildkameras ein, um fiebrige Mitarbeiter zu identifizieren.

rtr

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