Letztes Update:
20200417132536

Künstliche Beatmung löst nicht per se dauerhafte Schäden aus

12:24
17.04.2020
Eine künstliche Beatmung, wie sie Covid-19-Patienten mit sehr schweren Verläufen erhalten, löst aus Expertensicht nicht grundsätzlich bleibende Gesundheitsschäden an der Lunge aus. „Wir haben keine Daten, die nahelegen, dass es tatsächlich einen dauerhaften Schaden zur Folge hat“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Michael Pfeifer, am Freitag. Zwar gebe es Patienten, bei denen beispielsweise der Heilungsprozess nach einer künstlichen Beatmung länger dauere. „Aber ob das dauerhaft ist, werden wir erst in einigen Monaten sehen.“

Andere Formen schwerer Lungenerkrankungen, bei denen der Patient künstlich beatmet werden müsse, hätten gezeigt, dass die Lunge sich sehr gut erholen konnte - vorausgesetzt, es bestünden keine Vorschäden, sagte Pfeifer weiter. „Die Angst, die immer wieder diskutiert wird, dass eine Beatmung per se zu einem dauerhaften Schaden führen muss, ist sicherlich nicht gerechtfertigt.“ Die Alternative wäre, den Patienten bei einem schweren Verlauf nicht zu beatmen - was aber wahrscheinlich dessen Tod bedeute. „In diesem Fall muss man lebensrettend eingreifen.“

dpa/lsw

Deutsche kaufen in der Krise deutlich mehr Alkohol

12:02
17.04.2020
Die Deutschen haben wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise deutlich mehr alkoholhaltige Getränke im Einzelhandel gekauft. Von Ende Februar bis Ende März wurde gut ein Drittel mehr Wein gekauft als im gleichen Zeitraum 2019, wie der "Spiegel" am Freitag Daten des Marktforschungsinstituts GfK zitierte. Auch bei klaren Spirituosen wie Gin oder Korn beträgt die Steigerung demnach rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Verkauf von Alkoholmischgetränken wuchs demnach sogar um rund 87 Prozent, allerdings machen diese Getränke nur einen geringen Anteil am Gesamtmarkt aus. Ihre Biervorräte steigerten die Bürger um 11,5 Prozent, wie das Magazin unter Berufung auf die GfK-Zahlen weiter berichtete. Die Daten beruhen demnach auf regelmäßigen Einkäufen von 30.000 Haushalten. 

AFP

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