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ZdK-Präsident: „Gottesdienste schrittweise wieder ermöglichen“

10:34
16.04.2020
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, wirbt für eine schrittweise Aufhebung des Gottesdienstverbots. „Wir erwarten, dass unter Berücksichtigung aller Schutzmaßnahmen den Religionsgemeinschaften wieder Möglichkeiten eröffnet werden, unter Berücksichtigung strenger Regeln in eingeschränktem Maß wieder zu Gottesdiensten zusammenzukommen“, sagte Sternberg nach einer Mitteilung des ZdK vom Donnerstag.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, erste Maßnahmen zu Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu lockern. Das Versammlungsverbot in Kirchen, Moscheen und Synagogen wurde aber vorerst aufrechterhalten. Über diese Frage soll es noch diese Woche weitere Gespräche geben.
Sternberg äußerte die Hoffnung, dass in diesen Gesprächen mit der Politik das Thema des religiösen Lebens nicht nachrangig behandelt werde. Die Ostertage hätten gezeigt, dass die Übertragung von Gottesdiensten im Internet oder im Fernsehen kein Ersatz für das Mitfeiern in der Kirche sei. Besonders die Bestattungen, die seelsorgerische Begleitung in Heimen und Krankenhäusern, aber auch der Verlust religiösen gemeinschaftlichen Lebens würden als großes Problem empfunden, sagte Sternberg. Gemeinschaftliche Gottesdienste sollten deshalb schrittweise wieder möglich werden.

dpa

Frankreich erwägt die Abschaltung mehrerer Atomreaktoren

09:33
16.04.2020
 Wegen der Coronavirus-Pandemie erwägt Frankreich die Abschaltung mehrerer Atomreaktoren. Der mehrheitlich staatliche Betreiber Electricité de France (EDF) begründete dies am Donnerstag mit einem Einbruch des Stromverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Der Konzern verwies darauf, dass zahlreiche Wirtschaftsbereiche zum Erliegen gekommen seien.

Um die Versorgung mit Strom im kommenden Winter sicherzustellen, könnte "die Produktion von mehreren Atomreaktoren in diesem Winter und Herbst ausgesetzt werden", hieß es in einer Erklärung von EDF. Ziel sei es, Brennstoffe einzusparen. Welche Reaktoren im Gespräch sind, teilte der Versorger nicht mit. 

Der Konzern rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einer Produktion von rund 300 Terawattstunden (TWh) Atomstrom statt 375 bis 390, wie bisher angenommen. Im den kommenden beiden Jahren könnten es demnach jeweils zwischen 330 und 360 TWh sein.

Frankreich hat noch 57 Atomreaktoren in Betrieb. Dem Netzbetreiber RTE zufolge standen sie im vergangenen Jahr für rund 71 Prozent der Stromproduktion. Das ist mit Abstand der größte Anteil weltweit.

AFP

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