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Mehr als 131 400 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 3500 Tote

19:13
15.04.2020
In Deutschland sind bis Mittwochabend mehr als 131 400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 128 400 Infektionen). Mindestens 3553 (Vortag Stand 20.30 Uhr: 3217) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.
Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 72 600 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.
Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 34 600 nachgewiesenen Fällen und mindestens 995 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 27 600 Fällen und mindestens 708 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 26 000 bestätigten Fällen und mindestens 820 Toten.
Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 265,1 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 158,0. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

dpa

Bayern lässt Schulen mindestens bis 11. Mai geschlossen

17:25
15.04.2020
Die derzeitigen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden größtenteils bundesweit bis zum 3. Mai verlängert - besonders betroffene Bundesländer können von der gemeinsamen Bund-Länder-Linie aber abweichen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Mittwoch in Berlin, dass die Schulen im Freistaat frühestens ab 11. Mai wieder schrittweise öffnen sollen. Kindertagesstätten könnten womöglich noch später erst wieder öffnen. Söder sagte, man werde das Ganze „etwas zurückhaltender angehen“.
Am Mittwoch hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer beraten und auf Grundlinien des weiteren gemeinsamen Vorgehens geeinigt. Das bisher Erreichte sei „ein Zwischenerfolg - nicht mehr und nicht weniger“, sagte Merkel nach den Beratungen in Berlin und ergänzte: „Es ist ein zerbrechlicher Zwischenerfolg.“ Deswegen dürfe es kein „falsches Vorpreschen“ geben.
Vor allem sollen die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie das Gebot zum Halten von Abstand zu anderen Personen im öffentlichen Raum weiter eingehalten werden. Zudem empfehlen Bund und Länder das Tragen einfacher Schutzmasken insbesondere im öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen. Dies sei „geboten“, weil es andere schütze und bei einer großen Zahl dann auch sich selbst, sagte Merkel. Es gibt aber keine Pflicht zum Tragen einer Maske.
Großveranstaltungen werden dem Beschluss zufolge bis 31. August verboten. Auch Schulen und Kitas bleiben weiter geschlossen. Es soll aber Vorbereitungen geben, um den Schulbetrieb ab 4. Mai zunächst für Abschlussklassen, Prüfungen und Schüler vor einem Schulwechsel wieder aufzunehmen. Dies benötige intensive Vorbereitung, sagte Merkel. In Bayern sollen die Schulen jedoch laut Ministerpräsident Söder frühestens eine Woche später öffnen.
Die Kanzlerin betonte, die Bürger müssten verstehen, dass die Gesellschaft solange mit dem Virus leben müsse, wie es keine Medikamente und insbesondere keinen Impfstoff dagegen gebe. Sie bedankte sich bei denjenigen, die sich zur Eindämmung der Pandemie selbst derzeit einschränken. Merkel sagte, auch die Kirchen hätten über Ostern Fantasie bewiesen, andere Wege zu ermöglichen, um den Glauben zu leben. Auch die Verbote für Zusammenkünfte in Kirchen, Synagogen und Moscheen sollen dem Bund-Länder-Beschluss zunächst bestehen bleiben.

epd

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