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Britische Regierung will Ausgangssperre vorerst nicht lockern

19:17
13.04.2020
Die britische Regierung will die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre vorerst nicht lockern. Außenminister Dominic Raab, der den an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt, sagte am Montag in London, trotz einiger "positiver" Entwicklungen sei der "Höhepunkt" der Virus-Ausbreitung in Großbritannien noch nicht erreicht.
Die britische Regierung muss bis Donnerstag über eine Verlängerung der seit 23. März geltenden Ausgangssperre entscheiden. Die Maßnahme galt zunächst für drei Wochen, ihre Verlängerung gilt als sehr wahrscheinlich.
Raab sagte, er rechne nicht damit, dass die bestehenden Maßnahmen "zu diesem Zeitpunkt" schon geändert werden. Die Regierung werde die Ausgangssperre erst lockern, wenn sie sichergehen könne, dass solche Änderungen "sicher" seien. Wenn die Einschränkungen zu früh gelockert würden, drohe eine "zweite Welle" an Infektionen.

AFP

Erdogan kündigt neues Ausgehverbot in 31 türkischen Städten an

16:56
13.04.2020
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat für das kommende Wochenende eine weitere Ausgangssperre in 31 Städten und Provinzen verkündet. Erdogans frühzeitige Ankündigung am Montag kam nachdem ein kurzfristig erlassenes Ausgehverbot am Freitagabend zu Panik und chaotischen Szenen geführt hatte. Das neue 48-stündige Ausgehverbot starte am kommenden Freitag um Mitternacht (Ortszeit) und Ende Sonntag um Mitternacht, sagte Erdogan.
Das türkische Innenministerium hatte am späten Freitagabend bereits kurzfristig eine weitgehende Ausgangssperre wegen der Corona-Krise in 31 Städten beziehungsweise Provinzen verhängt, darunter die Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir. Das 48-stündige Ausgehverbot lief am Sonntag um Mitternacht aus. Die Kommunikation dazu wurde scharf kritisiert, weil die Maßnahme erst zwei Stunden vor Beginn der Frist bekannt wurden - zunächst ohne Details. Am Abend kam es deshalb zu Panikkäufen und Menschenansammlungen in den betroffenen Städten. Kritiker warfen der Regierung vor, durch den verunglückten Start der Maßnahme die Menschen einer erheblichen Ansteckungsgefahr ausgesetzt zu haben.
Gesundheitsminister Fahrettin Koca teilte unterdessen via Twitter mit, die Zahl der Coronavirus-Fälle sei auf 61 049 gestiegen. An einem Tag seien zudem 98 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf 1296.
Die Türkei hatte vor rund einem Monat ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Am stärksten betroffen ist nach offiziellen Angaben Istanbul. Ankara hat bereits zahlreiche Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. So gilt etwa eine weitgehende Ausgangssperre für Menschen unter 20, Personen ab 65 Jahren und chronisch Kranke.

dpa

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