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20200410162549

Erster bestätigter Corona-Fall in dem Konfliktland Jemen

13:58
10.04.2020
Im Jemen ist laut „Ärzte ohne Grenzen“ der erste bestätigte Fall der neuen Corona-Erkrankung aufgetreten. In dem Bürgerkriegsland drohe sich die Corona-Pandemie nun schnell auszubreiten, warnte die medizinische Hilfsorganisation am Freitag in Genf. Die Folgen könnten verheerend sein. Die Information über den ersten bestätigten Covid-19-Fall stamme von Jemens Regierung, nähere Details seien nicht bekannt.

Nach rund fünf Jahren Konflikt sei Jemens Gesundheitssystem praktisch zusammengebrochen, die wenigen intakten Krankenhäuser hätten nicht die nötigen Intensivstationen für schwere Corona-Fälle, erklärte „Ärzte ohne Grenzen“. Zudem sei die Bevölkerung nach langen Entbehrungen geschwächt und habe kaum Widerstandskraft.
Nach Angaben der Organisation International Rescue Committee sind 18 Millionen Menschen im Jemen von sauberem Wasser und ausreichender Hygiene und sanitären Einrichtungen abgeschnitten. In dem Land leben 28 Millionen Menschen. Die UN bezeichnen den Konflikt als die größte humanitäre Krise weltweit.

epd

Toter auf Schiff in Rotterdam - Corona-Verdacht

13:39
10.04.2020
Auf einem Schiff mit vermutlich mehreren coronainfizierten Besatzungsmitgliedern ist die Leiche eines Mannes gefunden worden. Ob er an Covid-19 starb, werde untersucht, teilte die Polizei am Freitag mit. Auf dem unter der Flagge der Bahamas fahrenden Schiff waren zuvor mehrere der 77 Besatzungsmitglieder wegen des Verdachts einer Ansteckung mit dem Coronavirus isoliert worden. Ein Mann war am Mittwoch in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sich eine Infektion bestätigte.

dpa

Weltweit über 90.000 Todesfälle durch Coronavirus

19:27
09.04.2020
Die Zahl der Coronavirus-Toten hat am Donnerstag die Marke von 90.000 überschritten. Wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab, starb mehr als die Hälfte der 90.938 Menschen in den am schwersten von der Gesundheitskrise betroffenen Ländern Italien, USA und Spanien. Weltweit wurden mehr als 1,5 Millionen Infektionen gemeldet.

Besonders dramatisch ist die Lage derzeit in den USA: Am Donnerstag zählte die Johns-Hopkins-Universität insgesamt mindestens 15.774 Todesfälle. Rund 430.000 Menschen haben sich dort mit dem neuartigen Coronavirus nach offiziellen Angaben angesteckt.
Bislang zählt Italien die meisten Opfer mit mehr als 17.600 Toten. Unter ihnen sind nach Angaben der Ärztekammer auch rund hundert Mediziner. Fast 140.000 Menschen haben sich in dem Land mit dem Coronavirus infiziert.

An zweiter Stelle in Europa folgt Spanien mit über 152.000 Infektionen und mehr als 15.200 Toten. Dort ging die Zahl der Todesfälle am Donnerstag zum ersten Mal seit zwei Tagen wieder zurück: Lag sie am Mittwoch noch bei 757, wurden nun 683 neue Todesfälle registriert. Und auch die Zahl der Neuinfektionen nahm leicht ab.
Frankreich meldete unterdessen am Donnerstag erstmals einen Rückgang der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Demnach wurden 82 Menschen weniger auf Intensivstationen behandelt als am Vortag. Insgesamt liegt die Zahl jetzt bei 7066, wie der französische Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon, sagte.

Salomon zufolge starben in Frankreich seit Beginn der Krise 12.210 Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Er forderte die Bevölkerung auf, weiterhin die Ausgangsbeschränkungen einzuhalten. "Dank dieser Maßnahmen sind wir dabei, die Epidemie zu bremsen", sagte Salomon.

AFP

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