Letztes Update:
20200403091511

UN-Vollversammlung fordert Solidarität zur Bekämpfung von Corona

07:13
03.04.2020
Die UN-Vollversammlung hat erstmals eine gemeinsame Resolution zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Darin ruft die Staatengemeinschaft „zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit auf, um die Pandemie einzudämmen, abzuschwächen und zu besiegen“, wie es in der Resolution hieß, die am Donnerstag (Ortszeit) von 188 Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, in New York verabschiedet wurde.

Man erkenne die „beispiellosen Auswirkungen der Pandemie, einschließlich der schwerwiegenden Beeinträchtigungen von Gesellschaften und Volkswirtschaften sowie des weltweiten Reise- und Handelsverkehrs und der verheerenden Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der Menschen“, hieß es weiter.

Russland scheiterte mit einem Entwurf. Dieser beinhaltete unter anderem zusätzlich die „Ablehnung von Handelskriegen und einseitigen Sanktionen, die ohne das Mandat des UN-Sicherheitsrates verabschiedet wurden.“

Am gleichen Tag hatte die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus die Marke von einer Million weltweit überschritten, wie aus Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorging.

dpa

Russland schränkt Getreideexport vorerst bis Ende Juni ein

06:46
03.04.2020
Mitten in der Coronavirus-Pandemie schränkt Russland seine Getreideexporte stark ein. Vorerst bis Ende Juni dürfen insgesamt nur sieben Millionen Tonnen Weizen, Mais, Gerste und Roggen ins Ausland verkauft werden, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Im Wirtschaftsjahr 2018/2019 hatte Russland mehr als 35 Millionen Tonnen Weizen und mehr als 43 Millionen Tonnen anderes Getreide exportiert. Das Land ist der größte Weizenexporteur der Welt.

In dem von Regierungschef Michail Mischustin unterzeichneten Dekret zur Exportbeschränkung fällt das Wort Coronavirus-Pandemie nicht. Im Gesetzestext heißt es, das Getreide sei "von hoher Bedeutung für den heimischen Markt". Mit der Ausfuhrbeschränkung will das Land die heimische Versorgung sichern und die Preise niedrig halten.

dpa

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen